Däne Kildemand gewinnt mit gebrochenem Fuß

Zwei absolut enttäuschte deutsche Fahrer, ein überglücklicher Österreicher und ein siegender Däne, der mit gebrochenem Fuß auf seinem Motorrad saß. All das bot die Speedway Grand-Prix Qualifikation am Pfingstmontag in Abensberg. Der Däne Peter Kildemand gewann mit erst vor wenigen Tagen gebrochenem Fuß. Für Martin Smolinski, Mitglied beim Veranstalter MSC Abensberg und Erik Riss, die beiden deutschen Teilnehmer, war die erste Qualirunde für den Grand Prix 2018 auch schon die letzte. Mit Platz acht und neun musste sich beide verabschieden, nur die ersten sieben zogen ins Halbfinale ein.

Pünktlich ab 14 Uhr dröhnten die Motoren auf der Sandbahn im Abensberger Stadion. 16 Fahrer aus zehn Nationen traten in 20 Läufen gegeneinander an, so dass jeder einmal gegen jeden auf der Bahn stand. Am Ende bedeutete das für jeden Speedwaypiloten fünf Läufe. Da der Sieger pro Lauf drei Punkte einfährt, ist ein Maximum von 15 Punkten möglich. Für den Zweiten bleiben zwei Punkte, für den Dritten einer und der Vierte geht leer aus.

Peter Kildemand und Hans Andersen_Foto_Goffelmeyer

Von Beginn an zeichnete sich vor den von Rennleiter Sascha Dörner geschätzten knapp 4000 Zuschauern bei bestem Speedway-Wetter ein spannender Wettbewerb ab. Es zeigte sich auch ziemlich schnell, dass die innere Startbahn die besten Verhältnisse bietet. Von den 20 Läufen startete der Sieger 13 Mal von der Innenbahn. Der Däne Peter Kildemand gehörte von vorne herein zum Kreis der Favoriten und stellte das eindrucksvoll unter Beweis. Drei erste Plätze und zwei zweite Plätze bedeuteten für ihn am Ende 13 Punkte und damit den Tagessieg. Mit einem Punkt weniger wurde der Pole Mateusz Szczepaniak zweiter. Für den letzten Treppchenplatz gab es ein Stechen. Hans Andersen (Dänemark) nahm wie auch der Österreicher Daniel Gappmaier daran teil. Der fuhr schon 2016 in Abensberg richtig stark. „Bei mir läuft es zurzeit einfach gut, nicht nur hier in Abensberg. Das Material passt, das Team ist super“, freute er sich trotz der Niederlage im Stechen und dem damit verpassten Treppchen. Gappmaier gab zu: „Natürlich wäre ich gerne auf dem Treppchen gewesen bei einer Weltmeisterschaftsqualifikation.“ Dennoch sei er aber sehr glücklich mit dem ganzen Wettbewerb.

Am Ende enttäuscht - Martin Smolinski_Foto_Goffelmeyer

Alles andere als glücklich waren die beiden Deutschen. Smolinski und Riss konnten beide neun Punkte sammeln, wie auch der Tscheche Matej Kus. Das bedeutete den geteilten siebten Platz. Ein Stechen um das letzte verbleibende Ticket für das Halbfinale musste her. Erik Riss war schnell zurückgefallen und stürzte später sogar noch, Smolinski startete von der guten Innenbahn und ging in Führung, die konnte er auch bis wenige Meter vor der Ziellinie halten, dann schoss Kus noch vorbei. Dem Abensberger Vereinsmitglied fehlten am Ende also nur ein paar Meter zur nächsten Runde. „Ich bin einfach nur sehr traurig und es tut mir auch leid für die tollen Fans, dass heute nicht mehr drin war“, erklärte Smolinski. Er sprach auch die schwierigen Bedingungen auf der Bahn an, die in der zweiten Kurve zu einigen Stürzen führten, die allerdings recht glimpflich abgingen.

Die ersten Drei: Mateusz Szczepaniak, Peter Kildemand, Hans Andersen_Goffelmeyer

Bleibt noch der coole Däne Peter Kildemand. Wenn man genau hinschaute, merkte man, dass er leicht hinkend zur Siegerehrung ging. Auf Nachfrage erklärte er, dass er sich in der vergangenen Woche bei einem Rennen den Fuß gebrochen habe. „Aber das ist kein komplizierter Bruch, also alles in Ordnung.“ Er hätte lediglich einmal große Schmerzen gehabt, als er eine Bodenwelle ziemlich hart erwischte. „Ich hatte heute gute Starts, es lief gut. Eigentlich ging es wegen der Verletzung nur darum, irgendwie weiter zu kommen. Mit dem Sieg habe ich eigentlich nicht gerechnet“, gibt er zu.


Mikkel Bech aus Dänemark holte vor begeisterte Kulisse den Pfingstpokal

Es war ein unglaubliches Speedwayfest, das die 8000 Besucher des Pfingstpokals am Sonntagabend in Güstrow erlebten. Begeistert wurde jede sportliche Aktion auf der Bahn gefeiert und davon gab es jede Menge zu bewundern. Genauso sah es auch Mikkel Bech, der Gewinner aus Dänemark. Bei der Siegerehrung richte sich der neue Pfingstpokalsieger an die Zuschauer: „Was für ein tolles Publikum, es macht richtig Spaß.“ Und genau das war auch zu erleben. Auf den voll besetzten Rängen wurden die Sportler für ihre Leistung gefeiert sowie in den Pausen zur stimmungsvollen Musik getanzt.

Dabei musste der Sieger noch eine Schrecksekunde überstehen. Als sein Erfolg schon feststand, kam es im Zusatzlauf um den Fritz-Suhrbier-Pokal zu einem Sturz. Kai Huckenbeck hatte in der Startkurve einen Aufsteiger und erwischte dabei den vor ihn fahrenden Dänen, so dass dieser mit dem Kopf auf der Bahn aufschlug. Beide Sportler konnten sich, unter anerkennenden Applaus der Zuschauer selbst erheben. Mikkel Bech trotz der Schmerzen zur Wiederholung an, musste dann aber den Kroaten Jurica Pavlic ziehen lassen, der so den Sonderpokal gewann.

In den zwanzig Punktläufen, die traditionell über die Vergabe des Pfingstpokals entscheiden, setzte sich Mikkel Bech mit dreizehn Punkte knapp vor Michael Härtel und Kai Huckenbeck – beide hatte 12 Punkte und musste so noch ein Stechen ausfahren – durch. Doch bereits im zweiten Lauf des Abends gab es einen mitreißenden Dreikampf zu erleben, der beispielhaft für dieses Rennen war. Immer wieder wechselten die Positionen zwischen Kevin Wölbert, Kai Huckenbeck und Michael Härtel, der sich am Ende denkbar knapp durchsetzte.

So waren es nicht die Profis aus der polnischen Extraliga Pawel Przedpelski und Andzejs Lebedevs - beide kamen auf neun Punkte in der Gesamtwertung - die auf den vorderen Plätzen zu finden waren, sondern neben Härtel, Huckenbeck und Wölbert auch Tobias Kroner, die alle mit einer Portion Extramotivation über sich hinaus wuchsen und für den ein oder anderen sportlichen Glanzpunkt sorgten.

Dieser zusätzliche Antrieb war auch bei Tobias Busch zu spüren. Nach seiner schweren Fußverletzung wollte zweimalige Sieger des Fitz-Suhrbier-Pokals (2013 und 2015) es unbedingt wieder probieren, aber deutlich sichtbar waren die Schmerzen zu stark und er konnte das Rennen nicht zu Ende fahren

Michael Härtel, der vor zwei Jahren den Pfingstpokal gewann und gerade seine Abiturprüfungen absolviert hatte, zeigte sich wieder begeistert von der Veranstaltung. „Es war ein schönes Rennen, auch wenn es gar nicht so einfach war. Aber ich fahre sehr gern in Güstrow“ und für Kai Huckenbeck, der bei der Siegerehrung zuerst an den gestürzten Mikkel Bech dachte, ist das sowieso klar und daher konnte er die Zuschauer auch an seinen Gefühlen beim Auftritt in der polnischen Extraliga teilhaben lassen: „Es ist einfach grandios in der besten Liga der Welt am Start zu sein.“

So bot dieser Pfingstpokal wieder alles, was das Rennen zum Klassiker werden ließ. Der Sieger feierte noch lange nach dem Rennen mit den Mitgliedern des Vereins, ohne deren Engagement so eine Veranstaltung nicht möglich wäre, und dann waren seine Kopfschmerzen auch schon fast vergessen.

Ergebnis Pfingstpokal:
1. Mikkel Bech (DK) 13, 2. Michael Härtel (D) 12+3, 3. Kai Huckenbeck (D) 12+2, 4. Jurica Pavlic (KRO) 10, 5. Tobias Kroner (D) 10, 6. Kevin Wölbert (D) 10, 7. Andzejs Lebedevs (LET) 9, 8. Pawel Przedpelski (PL) 9, 9. Brady Kurtz (AUS) 9, 10. Patrick Hansen (DK) 6, 11. Christian Hefenbrock (D) 5, 12. David Bellego (FRA) 4, 13. Viktor Trofimov (UKR) 4, 14. Sam Masters (AUS), 15. Tobias Busch (D) 2, 16. Mads Hansen (DK) 0.

Gewinner Fritz-Suhrbier-Pokal: Jurica Pavlic (KRO)

Kleiner Pfingstpokal
250er Klasse gemeinsame Wertung mit Teterow:
1. Jonas Knudsen (DK) 23, 2. Mads Dalum (DK) 17, 3. Leon Flint (GB) 16, 4. Ben Ernst (D) 13, 5. Lukas Wegner (D) 10, 6. Maximilian Firniß (D) 9, 7. Andreas H. Christensen (DK) 6, 8. Andreas Smedegaard (DK) 2.

85er Klasse:
1. Norick Blödorn (D) 12, 2. Sebastian Thomsen (DK) 7, 3. Jesper Knudsen (DK) 5, 4. Oliver Klockmann (DK) 5, Mikkel Roth (DK) 1.


Die favorisierten Australier siegten vor dem Team aus Großbritannien

Brady Kurtz und Max Fricke holten jeweils ein Maximum. Bei den Fahrern von der Insel war Robert Lambert und Adam Ellis mit 12 Punkten gut im Rennen. Beim Team Deutschland 1 konnte nur Michael Härtel und teilweise Lukas Fienhage der Pace der Australier und Briten folgen. Leider verletzte sich Sandro Wassermann schon im Training, womit das Team nicht in stärkster Besetzung antreten konnte. Team Deutschland 2, welches kurzfristig das Team aus Russland ersetzte war unterlegen. Somit hat sich Australien und wahrscheinlich die Briten für das Finale qualifiziert. Im zweiten Halbfinale siegte Dänemark vor Schweden, allerdings wurde dieses Rennen nach Heat 10 wegen Regen abgebrochen.


U21 Europameister gewinnt überlegen die Pfingstchallenge

Mit einem blitzsauberen und effektiven Fahrstil holte sich der amtierende U21 Europameister Dimitri Bergé die Pfingstchallenge in Güstrow. Er wurde allen Herausforderungen, die ihm die Gegner stellten gerecht und ließ vom ersten Start an keinen Zweifel an seiner Favoritenstellung.

Meist konnte der junge Franzose bereits in der Startkurve die Führung übernehmen und baute danach mit seinem tollen Speed den Vorsprung immer weiter aus, so dass jeder Laufsieg sehr überlegen wirkte. Und wenn er doch nicht gleich in der ersten Runde an die Spitze schnellen konnte, dann war der Druck, den er auf die Konkurrenz ausübte so hoch, dass er eine Lücke zum Überholen fand.

„Selbstverständlich war dieser Sieg heute nicht“, sagte er im Siegerinterview auf die Frage, ob es für ihn auch so leicht ist, wie es von außen aussieht. „Jeder Lauf geht über vier Runden und da kann man viele Fehler machen“, aber diese lagen diesmal eher bei den Gegnern als bei ihm. Schon jetzt können sie die Güstrower Zuschauer auf seinen Auftritt beim U21-WM Lauf am 8. September freuen, wenn die Konkurrenz sicher noch etwas stärker ist.

Keinen richtig guten Tag erwischte Lukas Fienhage, als einziger Deutscher konnte er sich für diese U21 WM qualifizieren, fand zwar zunehmend besser ins Rennen und konnte dann auch sein großes Talent nachweisen, hatte aber auch Auftritte dabei, in denen ihm dies nicht so gelang. Genauso wie Dominik Möser scheiterte er am Finaleinzug, wobei Möser über dreieinhalb Runde im Halbfinale auf dem wichtigen zweiten Platz fuhr, bevor er diesen noch hergeben musste.

Im Finale entbrannte hinter dem deutlich Führenden Bergé ein spannender Fight um die Podestplätze. Am Ende setzte sich der Däne Mads Hansen, im letzten Jahr wurde er an gleicher Stelle Vize-Weltmeister in der 250er Klasse, vor dem Ukrainer Viktor Trofimov durch.

Mit 1300 Besuchern erlebte die Veranstaltung eine aufstrebende Resonanz und die Zuschauer erlebten genau das, was sie von den jungen Wilden erwarten durften: tollen Sport, viele Positionswechsel, sicher auch die ein oder andere ungestüm vorgetragene Attacke und vor allem leidenschaftlich betriebenen Speedwaysport.


Jannick de Jong triumphiert bei WM Auftakt in Herxheim

Der Niederländer Jannick de Jong gewann den ersten Langbahn WM Grand Prix im Waldstadion Herxheim vor dem Franzosen Mathieu Tresarrieu und Michael Härtel.

 Der Sieger Jannick de Jong _Foto_ Daniel Sievers

14.200 Zuschauer verfolgten das erste Finale der Langbahn WM 2017, das nach einem Jahr Pause wieder im Herxheimer Waldstadion ausgetragen wurde. Der Niederländer siegte in fünf seiner sieben Läufe, inklusive dem Finallauf und war der verdiente Sieger des WM Auftakts vor dem Franzosen Mathieu Tresarrieu, der im Gesamtklassement nur einen Punkt weniger sammelte als der Niederländer, der die WM Führung mit dem Sieg übernahm.

Aus deutscher Sicht hielten Michael Härtel und Stephan Katt die Fahnen hoch und stürmten ins Finale. Härtel sicherte sich in diesem wie bereits vor zwei Jahren in Herxheim den dritten Platz und war somit bester Deutscher! Wild Card Fahrer Max Dilger erlebte einen Renntag bei dem alles mit dabei war. In seinem dritten Lauf kam der Dilger beim Angriff auf den Briten James Shanes zum Sturz und zog sich eine schmerzhafte Schulterverletzung zu. „James Shanes hat mir eine Lücke aufgelassen und ich wolle voll auf Angriff fahren. Beim Angriff kam ich an sein Hinterrad und dann ging es für mich nur noch Richtung Bande“, so der Schwarzwälder, der gehandicapt noch einen vierten und einen zweiten Platz einfuhr und knapp am Semifinale vorbeischrammte, „in jedem Lauf waren wir mit dabei. Das es in einem WM Feld für mich als Rookie schwer wird war klar, doch enttäuscht habe ich auch nicht.“

 Die ersten Drei des WM-Laufs in herxheim_Foto_Daniel Sievers

Im Rahmenprogramm wurden bereits mittwochs nach dem Training sowie Donnerstag vormittags erste Rennläufe gefahren. Bei den internationalen Gespannen war das niederländische Duo William Mathijsen/ Sandra Mollema erfolgreich. Auf Rang zwei und drei folgten Altmeister Karl Keil mit Beifahrer David Kersten sowie Markus Brandhofer mit Tim Scheunemann im Beiwagen. Manuel Meier mit Melanie Schremp im Beiwagen von der MSV Herxheim mischte munter mit und beendete das Rennen auf Rang fünf.

Bei den nationalen Solisten waren insgesamt drei Herxheimer am Start, von denen es nur Martin Theobald ins Finale schaffte. Der Herxheimer beendete das Rennen auf Rang fünf. Rudi Eichenlaub wurde eine Disqualifikation wegen Verlassens der Bahn zum Verhängnis, denn sonst wäre für ihn auch das Finale der sechs Punktbesten drin gewesen. Sebastian Trapp kam auf zwei Punkte und schied einmal mit technischem Defekt aus. Für den jüngsten Herxheimer im Feld war das Rennen jedoch sicherlich eine lehrreiche Erfahrung, die ihn für die Zukunft weiterbringen wird.

Bei den nationalen Seitenwagen konnte da MSVH Gespann Raphael San Milan mit Beifahrer Benedikt Zapf als Zweitplatzierte vom Siegerpodest grüßen. Es gewann Roman Löffler mit Beifahrer Patrick Fischer. Das zweite Gespann der MSV Herxheim Patrick Zwetsch mit Viktor Caric erreichte mit fünf Punkten den fünften Gesamtrang.

Der nächste Renntermin in Herxheim steht bereits vor der Tür. Am 1. Juli wird auf der Speedwaybahn die deutsche Paar Meisterschaft ausgetragen.

 

Speedway Team Cup Vorlauf in Olching: AC Landshut knapp vorne und ein Wolkenbruch beim Goldenen Band

 Das Olchinger Team hatte sich für sein Heimrennen vor ca. 1000 Zuschauern eine ganze Menge vorgenommen – letztlich waren die Landshuter dann aber etwas schneller und in der Gesamtwertung mit 34 Punkten eine Nasenlänge vorn. Nur ein Laufpunkt Vorsprung trennte das Siegerteam vom Olchinger Gastgeber (33 Punkte). Auf Rang drei landete der MSC Diedenbergen mit 28 Zählern, Schlusslicht mit 19 Zählern bildete der MC Güstrow.

 Skeptische Blicke nach oben gab es bereits am frühen Morgen des Renntages: rund um das Stadion hingen schwarzblaue Wolken am Himmel und zahlreiche von weiter her angereiste Fans berichteten von kräftigen Regenschauern bei der Anfahrt. Wie schon am Vortag beim ADAC Bayerncup lautete die Devise „das Rennen so schnell wie möglich durchziehen“.

Beim Speedway Team Cup klappte alles bestens – hier musste sogar mehrfach der Wasserwagen auf die Bahn kommen, um optimale Rennbedingungen zu schaffen.

Dabei hatte das Rennen mit einer Panne angefangen: der erste Wertungslauf der Junioren C Klasse wurde versehentlich bereits nach drei Runden abgewunken. Vier Runden hätten gefahren werden müssen – laut Reglement war eine komplette Wiederholung des Laufes notwendig. Der erste Durchgang wurde vorerst weitergefahren, die Laufwiederholung erfolgte dann erst nach Lauf vier, in dem es vor allem für die Olchinger Fans so richtig spannend wurde: nach einem etwas verkorksten Start mit leichtem Aufsteiger raste René Deddens dann noch auf Platz zwei.

Nach dem ersten Durchgang lagen der MSC Olching und der AC Landshut mit jeweils acht Zählern gleichauf, etwa nach der Hälfte des Rennens hatten sich die Niederbayern dann einen leichten Vorsprung erkämpft.

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen entbrannte – die Spannung stieg vor allem vor den drei Endläufen. Im C-Finale stürzte dann René Deddens, während Stephan Katt für Landshut drei Punkte kassierte. Die folgenden beiden Laufsiege der Olchinger reichten nicht aus, um den Heimvorteil noch in einen Gesamtsieg umzuwandeln.

Beim Drittplazierten, dem MSC Diedenbergen, überzeugte Leon Maier mit zehn Gesamtpunkten. Ebenfalls ein starkes Rennen fuhr Christan Hefenbrock vom MC Güstrow: er holte elf der insgesamt 19 Punkte seines Teams.

Für das einzige Mädchen im Fahrerfeld lief es diesem Tag gar nicht gut: nach einem Motorschaden am Vortag gab es für die für den MSC Olching startende Celina Liebmann keinen einzigen Punkt.

Die Läufe der Juniorenklassen B 125 ccm wurden witterungsbedingt fast komplett am Vormittag durchgezogen. Hier bewies der für den MSC Olching startende Erik Bachhuber einmal mehr sein großes Talent und räumte mit einem Punktemaximum von 16 Zählern so richtig ab. Auf Rang zwei landete hier Maximilian Troidl vom MSC Abensberg vor Sebastian Kössler.


Nach dem Team Cup standen noch zwei Halbfinals und ein Finallauf um das „Goldene Band der Schlossbrauerei Maxlrain“ auf dem Programm. Hier waren Lokalmatador Martin Smolinski und Philipp Schmuttermayr mit von der Partie, die restlichen sechs Teilnehmer wurden von den Betreuern der vier Team Cup Mannschaften nominiert. Michael Härtel, Valentin Grobauer, Sandro Wassermann und Martin Smolinski qualifizierten sich hier für das Finale. Zu diesem Tagesendlauf kam es jedoch nicht mehr: ein Platzregen mit dicken Hagelkörnern machte die Bahn innerhalb weniger Minuten völlig unbefahrbar. Das Ergebnis des Finallaufs wurde ausgelost: am Ende war es dann Michael Härtel, dem Roland Bräger von der Schlossbrauerei Maxlrain das Goldene Band überreichte.

 

ADAC Bayern Cup 2. Vorlauf am 13.Mai in Olching:

Landshut dominiert, Olching bleibt vorn

 

Fahrer und Funktionäre mussten sich mit dem Rennen etwas beeilen – für den Nachmittag hatten die Wetterfrösche Unwetter angekündigt, was dann jedoch glücklicherweise gar nicht zutraf. Aber somit gaben die Speedway-Nachwuchsstars ganz kräftig Gas auf dem Olchinger Rennoval in den Amperauen und die insgesamt 25 Rennläufe wurden in Rekordzeit durchgezogen. Den Heimvorteil konnten die Olchinger allerdings nicht so ganz umsetzen.

 

Vom ersten Lauf an dominierten die Youngster des AC Landshut, der mit Ethan Spiller einen Maximumfahrer präsentierte und in der Gesamtschau eine sehr ausgeglichene starke Teamleistung darbot. Zwar war das Gastgeberteam den Niederbayern konstant auf den Fersen, aber für ein Überholmanöver in der Punkteübersicht reichte es nicht. Am Ende standen die Landshuter mit 62 Gesamtpunkten ganz oben auf dem Siegerpodest. Zweitplazierte Mannschaft wurden die Gastgeber mit 58 Punkten, auf Rang drei landete das Team des MSC Abensberg mit 44 Zählern. Der AMC Haunstetten landete mit 14 Gesamtpunkten abgeschlagen auf Rang vier. In der Gesamttabelle haben die Olchinger weiterhin die Nase vorn.

 

Die Olchinger hatten zwei Beinahe-Maximumfahrer in ihren Reihen: der 13-jährige Deutsche Meister der 125 ccm Klasse des Jahres 2016, Erik Bachhuber, sowie C-Klasse-Fahrer Julian Bielmeier mussten während der kompletten Veranstaltung nur jeweils in einem einzigen Lauf Federn lassen und bewiesen einmal mehr, dass die Speedwaywelt in den kommenden Jahren wohl auch von ihnen noch einiges hören und sehen wird.

 

Pech hatte Abensbergs Speedway-Amazone Alexandra Schauer in Lauf 18: sie riskierte in der Kurve etwas zu viel und stürzte. Der unsanft aussehende Bodenkontakt blieb folgenlos – jedoch durfte Alexandra Schauer als Sturzverursacherin im Wiederholungslauf nicht mehr antreten.

 

Ein weiterer Crash ereignete sich bereits einen Lauf später, als Josef Nebauer in der Kurve seinen Lenker überdrehte und ebenfalls zu Boden musste. Auch dieser Sturz ging glimpflich aus.

 

In den Reihen des AMC Haunstetten regierte der Defektteufel: Mario Niedermeier und Sebastian Adorjan konnten beide wegen Motorschadens nur die erste Hälfte des Rennens bestreiten.

 

Im Beiprogramm drehten die „Bavarian Old Boys“ Markus Jell und Wolfgang Eckerle ihre Runden.

 

 Ergebnis 2. Vorlauf ADAC Bayern Cup in Olching 13.05.2017:

 

AC Landshut                      62 Punkte

Julian Kuny (10), Manuel Thalmann (11), Cyrill Hofmann (7), Maximilian Pongratz (11), Celina Liebmann (8), Ethan Spiller (15)

 

MSC Olching                      58 Punkte

Erik Bachhuber (14), Laura Linner (7), Tobias Wunderer (7), Julian Bielmeier (14), Ben Ernst (10), Josef Nebauer (6)

 

MSC Abensberg     44 Punkte

Alexandra Schauer (7), Eric Puffer (5), Sarah Fischer (3), Maximilian Troidl (13),Leon Meier (9), Marcel Bicher (7)

 

AMC Haunstetten  14 Punkte

Sebastian Adorjan (0), Patricia Erhart (2), Patrick Hyjek (4), Leon Krusch (5), Jonas Wilke (3), Mario Niedermeier (0)

Tabelle nach 2 Vorläufen:

1. MSC Olching      113

2. AC Landshut      108

3. MSC Abensberg 89

4. AMC Haunstetten          39

 

 


DMV White Tigers gewinnen den Speedway Krimi von Stralsund

Die „Jungen Wilden“ gewinnen ihr erstes Auswärtsrennen in der Geschichte der Mannschaft

Die DMV White Tigers konnten in der Hansestadt Stralsund bei den Nordsternen ihr Auswärtsrennen in der Deutschen Speedway Bundesliga gewinnen, nach dem man das Auftaktrennen am Ostersamstag noch gegen die Wölfe Witstock in Pocking verlor.
 

Von Anfang an der Begegnung war den Fans im Stadion klar, dass es heute ein wirklich spannendes Rennen gibt. In gewohnter Manier waren die heimischen Fahrer der Nordsterne Stralsund Zuhause sehr stark unterwegs und da beide Mannschaftsaufstellungen ausgeglichen waren, gab es von Lauf zu Lauf eine wirkliche Spannung im Match. Zu Beginn der Begegnung lagen die Nordsterne noch nach Punkten vorn, aber in Lauf 7 konnten Gastfahrer Kevin Wölbert und Ethan Spiller mit einem 4:2 für die Tigers einen Punktegleichstand von 21:21 erzielen. In Lauf 8 kam dann die Glanzvorstellung vom frisch gebackenen britischen U21 Speedway Meister Robert Lambert. Denn nach dem Lambert im ersten Lauf gegen die Gegner Gapinski und Huckenbeck durch einen Fahrfehler in der ersten Kurve  noch das Nachsehen hatte, konnte er im Lauf 8 das Geschehen sichtlich dominieren und gemeinsam mit dem Tigers Captain Max Dilger mit tollem Paarfahren das erste 5:1 für die weißen Tiger erzielen. Im nächsten Heat konnten allerdings die Stralsunder durch Huckenbeck und Gapinski mit einem 5:1 für Stralsund zurück kontern und nach drei Durchgängen war die Punktestand 27:27. Die Spannung konnte bis vor dem Finallauf 14 hoch gehalten werden, da der stark auftretende Gastfahrer Kevin Wölbert ,als Ersatz für den verletzten René Deddens im Lauf 13 mit seinem Laufsieg ein 3:3 retten konnte und somit das Unentschieden sicherte. Tigers Captain Max Dilger kam nach einer Berührung mit dem Stralsunder Gapinski am Eingang der letzten Kurve zu Fall und wurde vom Referee disqualifiziert. Bis zum Sturz waren die White Tigers mit Wölbert und Diler auf Position eins und zwei zu einem 5:1 unterwegs. Auch dieser Lauf war an Spannung kaum zu übertreffen. Lauf 14 musste als Finale also die Entscheidung bringen. Für die Stralsunder wurden Kai Huckenbeck und der stark auftretende Matze Bartz gesetzt und die DMV White Tigers schickten Teamleader Robert Lambert und Danny Maaßen in den Kampf. Lambert konnte von der Startposition eins von Innen den Start gewinnen doch durch ein geschicktes Fahrmanöver konnte Huckenbeck vorbeiziehen. Da Lambert zu diesem Zeitpunkt Danny Maaßen als Teamkollegen hinter sich sah, drehte Lambert noch einmal richtig auf und es gelang ihm eineinhalb Runden vor Laufende innen an Kai Huckenbeck vorbeizuziehen und den Laufsieg nach Hause zu fahren. Da Kollege Danny Maaßen als dritter ebenfalls einen super Lauf zeigte, konnten die DMV White Tigers im alles entscheiden Finallauf mit einem 4:2 das Rennen für sich entscheiden. Die jungen Fahrer im Team der Tigers Ethan Spiller mit einem sensationellen Laufsieg in Heat 12 sowie David Pfeffer, der während dem Rennen wirklich zwei mal großes Pech hatte, haben den Mannschaftserfolg perfekt gemacht. Beide Youngsters wurden durch Ihre erfahreneren Teamkollegen förmlich beflügelt und kämpften bis zum letzten.  

Ersatzfahrer Marius Hillebrand unterstützte das Team in der Box und freute sich auch mit seinen Kollegen über den ersten Sieg in der 1. Speedway Bundesliga seiner noch jungen Karriere.

 Die siegreichen White Tigers in Stralsund_woge

Nach dem wichtigen Auswärtssieg in Stralsund haben die DMV White Tigers nun nach zwei Rennen zwei Matchpunkte auf Ihrem Konto und am kommenden Sonntag den 7. Mai steht bereits das wichtige Heimrennen in Diedenbergen gegen den deutschen Rekordmeister aus Landshut auf dem Programm. Hier werden die Mannschaftskader beider Teams spätestens am Dienstag den 2. Mai bekannt gegeben.


Abbruch des Osterpokals in Güstrow

Schon am Vorabend hatte der Vorstand des MC Güstrow entschieden, das Rahmenprogramm des Osterpokals zu streichen. Damit sollte einerseits verhindert werden, dass sich die Junioren zum Saisonbeginn mit derart anspruchsvollen Verhältnissen auseinandersetzen müssen und anderseits die Bahn so gut wie möglich geschont werden. Diese Strategie wurde auch am Sonnabend fortgesetzt. „Für uns gibt es jetzt keine Möglichkeit, auf der Bahn zu arbeiten“, sagte Peter Gradert, der Chef der Bahndienstcrew, noch vor dem Rennen. „Wir haben die Bahn schon vor Tagen so vorbereitet, dass diese nur noch austrocknen muss.“ Aber es wurde durch den Regen im Vorfeld des Rennens und die am Sonnabend immer wieder einsetzenden Schauer nicht besser. Trotzdem entschieden sich im Briefing vor dem Rennen alle Aktiven, an den Start zu gehen. Es wurde auf die Präsentation des Fahrerfeldes verzichtet, um die Bahnoberfläche nicht zu belasten und den vielen ins Stadion gekommenen Zuschauern Sport bieten zu können. Bereits während er ersten vier Läufe war zu sehen, dass die Fahrer viel mehr mit der Bahn als mit dem Gegner zu kämpfen hatten. „Es bilden sich sofort tiefe Rillen und wenn man hinterher fährt, kann man immer weniger sehen und hat keine Chance mehr aus der Rille herauszukommen. Dann geht es einfach geradeaus“, erläuterte der erfahrene Tobias Kroner die entstandenen Bedingungen.

Nach dem ersten Durchgang sowie wieder einsetzendem Regen wurden die Aktiven zusammengerufen und der Bahnmeister erläuterte seine Möglichkeiten: „Wir können die oberste Schicht abziehen und die Furchen auffüllen, aber da es von unten noch keine Trockenheit gibt, wird die Situation dadurch nicht wirklich besser.“

Daraufhin konnte es nur noch eine Entscheidung geben, denn die Sicherheit der Aktiven hat natürlich oberste Priorität. Der Vorstand teilte dem Publikum nach dem Abbruch mit, dass die Eintrittskarten für eine weitere Veranstaltung, die allein vom MC Güstrow organisiert wird, also der Pfingst-Challenge am 2. Juni, dem Pfingstpokal am 4. Juni oder dem Heimrennen im STC am 23. September, Gültigkeit haben.

Fotos: Frank Hedrich



Erster Lauf des Speedway Best Pairs in Torun - Durchwachsenes Ergebnis für ACL-Stahlschuhartisten

Trans MF Pro Race Team patzt zum Auftakt – Technikteufel sorgt für letzten Platz ACL-Crack Erik Riss mit starkem Auftritt im City Team

Mit vier Mitgliedern des aktuellen Bundesligakaders war der AC Landshut am vergangenen Samstag beim Auftakt zur diesjährigen Speedway Best Pairs Serie im polnischen Torun vertreten. Neben dem ausschließlich aus Devils bestehenden Trans MF Pro Race Team – Martin Smolinski, Leon Madsen und Mark Riss – startete auch Erik Riss in den Reihen des City Teams.

Das Trans MF ProRace Team_Foto_Sievers

Vor allem Martin Smolinski und das Trans MF Pro Race Team hatten sich den Auftakt aber sicherlich anders vorgestellt: das niederbayerische Team landete nämlich am Ende mit acht Punkten auf dem letzten Platz und haderte immer wieder mit der Technik. Den Tagessieg holte sich Vorjahresgesamtsieger Fogo Power mit Bartosz Zmarzlik und Piotr Pawlicki, vor dem Boll Team mit Jason Doyle, Gregorij Laguta und Max Fricke. „Natürlich haben wir uns den Start in diese Serie anders vorgestellt, aber wir dürfen jetzt nicht den Kopf hängen lassen. Ein technischer Defekt ist auf diesem Level kaum zu kompensieren und wir hatten heute vier davon. Es gilt nun das Ganze zu analysieren, damit wir am 2.5. in Gniezno (Polen) angreifen können", so Trans MF Boss Bernhard Muggenthaler.

Beim niederbayerischen Team schlug von Anfang an der Technik-Teufel zu. Leon Madsen fiel gleich im ersten Lauf aus, während Martin Smolinski gegen Greg Hancock und Chris Holder vom Monster Energy Team das Nachsehen hatte. Im zweiten Lauf hatte Madsen abermals Maschinenprobleme und Smolinski konnte das EkoDir-Team nicht knacken. Im dritten Auftritt kamen dann die beiden Cracks besser zurecht, hatten aber am Ende gegen den späteren Sieger Fogo Power mit Bartosz Zmarzlik und Piotr Pawlicki das Nachsehen.

Ein wenig Hoffnung keimte im Trans MF Lager dann im vierten Durchgang gegen das Boll Team auf: Smolinski erwischte einen tollen Start, der jedoch als Frühstart gewertet wurde. Folglicher Abbruch war für den Devils-Kapitän und seine Jawa gleichzeitig der Tiefpunkt des Tages – beim Restart fiel er mit Zündungsproblemen aus und im nächsten Lauf gegen das City Team ebenfalls. Im Duell City gegen TransMF fuhr Devilskollege Erik Riss den Sieg nach Hause, Leon Madsen fuhr als Zweiter ein, wie auch im letzten Rennen des Teams gegen Nice, bei dem Mark Riss anstelle von Martin Smolinski noch zum Einsatz kam aber keinen Punkt ergattern konnte.

Trans MF Pro Race gegen City Team_Foto_Sievers

Viel Zeit um den Technikteufel auf die Schliche zu kommen hat Martin Smolinski nicht, denn am Ostermontag den 17.April empfangen die AC Landshut Devils in der heimischen OneSolar-Arena bereits den Vizemeister aus Brokstedt zum Bundesligaauftakt.

Am Dienstag den 2.Mai steigt im polnischen Gniezno dann die zweite Runde der Best Pairs Serie. Das Finale findet am Vatertag 25.Mai in Landshut statt.


Trainingseindrücke vom 25.03.2017 aus Diedenbergen

alle Bilder von Speedfoto Klaus Goffelmeyer


 

Däne gewinnt Race of the Night im Speedway

Text und Foto Thomas Klemm

Mehrfacher deutscher Meister beendet seine Karriere

An diesem 08.10.2016 glaubte erst keiner so richtig an einen Start des Rennens, denn es regnete fast die ganze Woche ziemlich stark, und auch am Renntag kurz vor dem Training lies Petrus seine Schleusen recht ordentlich öffnen und die Bahn soff förmlich ab.

Aber Dank des hervorragend arbeitenden Bahndienstes des MSC wurden die Rennbahn innerhalb von 1 ½ Std. wieder rennfertig präpariert und brachte, was fast unmöglich schien, zwei Bahnrekorde zustande.

In Lauf eins stellte Kenneth Bjerre (DK) mit 68,32 sec. den Rekord von Emil Sayfutdinov aus dem Vorjahr ein und gleich im zweiten Lauf verbesserte Matej Zagar die Zeit auf 68,29 sec. Die Zuschauer waren aus dem Häuschen, zuvor stand das Rennen kurz vor der Absage, und nach dem Start dann gleich zwei Bahnrekorde. Der Auftakt zum Race oft the Night war gelungen. In den Vorläufen wurde wegen der Witterungslage auf einen Vorlauf der jeweiligen Gruppen verzichtet, so ging dann jeder Pilot nur viermal an den Start. Überzeugen konnten in den Vorlaufgruppen aus deutscher Sicht der alte und neue deutsche Meister Martin Smolinski sowie der Vizemeister Kevin Wölbert und Matten Kröger, der mit diesem Rennen sich bei seinen ostdeutschen Fans verabschiedete und in Wittstock sein letztes Rennen in Osten Deutschland fuhr. Bei den Ausländischen Profis kristallisierten sich die Punktbesten ihrer Gruppen zu den Favoriten des Abends, wie Kenneth Bjerre, Matej Zagar, Mark Helmhout, Vaclav Milik und Leon Madsen.

Im Last Chance Heat sicherte sich der Junioren Weltmeister von 2016 Max Fricke und auch der Routinier Rune Holta ein Platz in den Semifinales.

Im ersten Halbfinal Lauf siegten und qualifizierten sich somit fürs für Finale, Leon Madsen, Rune Holte und Kenneth Bjerre dazu gesellten sich die ersten drei aus dem zweitem Halbfinale, Vaclav Millik, Patryk Dudek und Matej Zagar.

Vor dem großen Finale fand dann das kleine Finale um die Plätze 7 - 12 statt, in dem stand auch Matten Kröger der zum Ende. Martin Smolinski hätte sicher gerne im Finale gestanden überzeugte aber trotzdem mit einem starken zweiten Platz im kleinen Finale. Die anderen Deutschen Fahrer wie Tobias Kroner, der durch Verletzung aufgeben musste, Kai Huckenbeck, sowie Hefenbrock und Busch kamen nicht über die Vorgruppe hinaus, nur Steven Mauer schaffte den Hoffnungslauf, schied dann aber aus. Einem anderen Deutschen Spitzenfahrer war an diesem Abend die Platzierung denkbar fast egal, denn er fuhr nach 22 Jahren Speedway Sport sein letztes Rennen. Eine Woche vor dem Saisonabschluss gab der vielfache deutsche Meister Mathias Schultz das Ende seiner Karriere bekannt, für viele kam diese Entscheidung sehr überraschend, denn Matze Schultz erfuhr sich 2016 einige Erfolge, wurde Dritter der Meisterschaft, gewann mit dem MSC Wölfe Wittstock zum dritten Mal in Folge die Paarmeisterschaft, gewann den Sundpokal, den Ostseepokal und die German Speedway Tour 2016. Mit diesen weiteren Erfolgen in seiner langen Podiumsliste verschaffte er sich nun selbst einen meisterlichen Abschluss und würdigte damit seine erfolgreiche Laufbahn.


Das Finale des Race oft the Night war an diesem Abend an Spannung kaum zu überbieten, so fuhr beim ersten Start der große Favorit Patryk Dudek in der Startphase ins Band und wurde disqualifiziert. Beim zweiten Versuch stürzte Rune Holta im Gedränge ausgangs der Startkurve schwer und verletzte sich. Der Wiederholungslauf wurde mit nur vier Fahrern gestartet. Unter großem Jubel der Fans siegte der Däne Leon Madsen vor Vaclav Milik, Matej Zagar und Kenneth Bjerre. Das dritte Race oft the Night zeigte wieder einmal Spitzensport mit Weltklassefahrern auf dem Heidering Wittstock.


AC Landshut Devils sichern sich den 8. Finaleinzug in Folge

Die Stahlschuhartisten des AC Landshut haben es mal wieder geschafft – mit einem 54:31 Heimsieg am Freitagabend vor über 2400 Zuschauern in der OneSolar-Arena gegen die DMW White Tigers, sicherte sich der deutsche Rekordmeister den 8. Finaleinzug in Folge. „Jawoll, wir haben das erste Ziel erreicht. Nach der knappen Auftaktniederlage, haben wir dreimal sehr deutlich gewonnen und gezeigt, dass wir ein kräftiges Wörtchen bei der Titelvergabe mitreden wollen“, so ein überglücklicher ACL-Coach Jan Hertel nach der Partie. Der Finalgegner sollte eigentlich am Samstag in der Partie Stralsund gegen Brokstedt ermittelt werden, aber das Rennen musste aber wegen Regens auf den 6.August verschoben werden.

Siegerehrung in Landshut_Foto_Michael Eder

Was zunächst für die Devils wie eine Pflichtübung aussah, entwickelte sich am Freitagabend in der ersten Rennhälfte eher zu einer nervenaufreibenden Hängepartie, waren doch die ersten Heats geprägt von zahllosen Frühstarts, Stürzen und Ausfällen. Schon in Heat 1 verursachte Rene Deddens von den Tigers den ersten Abbruch wegen Frühstarts. Beim Rerun bereits um 15 m versetzt startend, legte der Ex-Devil einen erneuten Frühstart hin und wurde schließlich zum 2. Rerun nicht mehr zugelassen. Hier gingen die Devils zunächst durch einen Heatsieg von Renat Gafurov, vor Valentin Grobauer und Erik Riss in Führung. In Heat 2 dann eine ähnliche Situation, diesmal zu Ungunsten der Landshuter: Frühstart Härtel, Rerun und 15-m-Strafe für Härtel, schließlich noch ein Sturz von Härtel in der letzten Runde. Dieses Heat endete mit einem 3:3. Heat 3 sah dann einen Frühstart von Sandro Wassermann, der ebenfalls beim Rerun 15 m weiter hinten starten musste und sich nach beherztem, aber doch besonnenen Kampf noch einen Punkt holen konnte, was dank des Laufsiegs von Mark Riss den Gastgebern zu einem 4:2 verhalf. In Heat 4 wurde der Rerun durch einen Sturz von Grobauer und Gafurov verursacht; zwar durften alle Fahrer wieder an den Start, Gafurov schied jedoch mit technischen Problemen aus, was den Gästen zu einem 1:5 durch Dilger und Grobauer vor Härtel verhalf. Dramatisch wurde es in Heat 5 durch einen Abflug von Daniel Spiller, der nach längerer Pause dann erfreulicherweise doch den Weg zum Fahrerlager zu Fuß antreten konnte. Im Rerun bescherten die Riss-Brüder den Gastgebern ein weiteres 5:1. Nach einem 4:2 in Heat 6 sollte dann Heat 7 die erste des Rennen des Abends sein, bei der es keine Ausfälle oder Reruns gab; auch dieses Heat entschieden die Landshuter 5:1 für sich, was somit bereits 26:16 in der Gesamtbilanz hieß. In der Folge verflog die hektische Anfangsphase immer mehr und die Dreihelmstädter zogen auf und davon. Nach einem 4:2 und 5:1 in den letzten beiden Finalläufen können die Landshuter nun dank des Endergebnisses von 54:31 auf einen gesunden Punktepuffer blicken. Zwar entscheidet sich erst am 6.August, ob es zum Finale wieder nach Stralsund oder Brokstedt gehen wird, doch Mannschaftskapitän Martin Smolinski geht fest davon aus, dass man die Tabellenführung nicht mehr abgeben und damit den zweiten Entscheidungslauf (voraussichtlich am 3. Oktober) vor heimischem Publikum bestreiten wird und nach zwei Vizemeistertiteln wieder einmal „den Sack zumachen“ kann. Und auch die Verantwortlichen des Clubs zeigten sich hocherfreut: „Sensationell, das ist jetzt der achte Finaleinzug in Folge“, rechnete Vize Gerald Simbeck vor. „Nach dieser guten Saison sollte jetzt auf jeden Fall der Titel her. Das Rennen heute war schon speziell und anfangs auf beiden Seiten sehr hektisch. Glücklicherweise haben aber dann doch noch alle in die Spur gefunden.“ Wie immer konnte sich die Mannschaft vor einer tollen Kulisse präsentieren - knapp 2400 Zuschauer, darunter dank der Zeugnisaktion des Vereins auch sehr viele Kinder und Jugendliche. „Danke an alle Fans, besonders unseren Fanclub, für die großartige Unterstützung“, so Simbeck weiter.


Speedway Team Cup Olching: Meistertitel wieder in die Ferne gerückt

Ein heißes Rennen bei hochsommerlichem Wetter – doch der Traum von der vorzeitigen Team Cup Meisterschaft zerplatzte am 24. Juli für den MSC Olching schon nach den ersten Durchgängen: sehr schnell wurde klar, dass der Heimvorteil an diesem Tag nicht - wie eigentlich geplant - in einen Sieg umgesetzt werden konnte.

Ein Tagessieg der Olchinger wäre jedoch nötig gewesen, um uneinholbar an der Tabellenspitze zu landen, denn die Olchinger haben nun ihre vier Team Cup Vorläufe absolviert. Tagessieger MSV Herxheim dagegen hat aber noch ein Rennen vor sich – und somit die Möglichkeit, mit Olching hinsichtlich der Anzahl der Matchpunkte gleichzuziehen und ebenfalls noch Chancen auf den Meistertitel.

 

Schon ab Beginn des Rennens dominierte die durchwegs starke Mannschaft der MSV Herxheim und baute den Vorsprung im Laufe der Veranstaltung immer weiter aus. Die Herxheimer fuhren zahlreiche Laufsiege ein, kein einziges Laufergebnis war schlechter als Platz zwei. Und Herxheim stellte mit Tobias Kroner auch den tagesbesten Starter im Feld – mit weißer Weste und voller Punktzahl (15 Zähler) trug er zum verdienten Sieg seines Teams bei. Zudem stellte Herxheim mit der unglaublich schnellen Celina Liebmann in der 250 ccm-Klasse das einzige Mädel im Team Cup – und auch die „Renn-Amazone“, wie Liebmann gerne genannt wird, punktete fleißig: drei Laufsiege und ein zweiter Platz gingen auf ihr Konto.

 

Die Gastgebermannschaft fuhr ebenfalls ein beeindruckendes Rennen – die Punktegaranten Kai Huckenbeck, René Deddens und Sandro Wassermann zeigten eine gewohnt starke Leistung. Tim Wunderer musste sich in seiner Rennklasse (250 ccm) allerdings mit nur einem Gesamtpunkt begnügen.

 

Insgesamt waren die Herxheimer an diesem Tag eben einfach stärker und das Team holte sich den Siegerpokal. Olching landete in der Tageswertung auf Platz zwei vor den „Diedenbergen Rockets“. Das Team „Wölfe Wittstock II“ hatte zu keinem Zeitpunkt etwas bei der Podestplatzvergabe mitzureden und beschloss, an den drei Finalläufen gar nicht mehr teilzunehmen. Auch der Einsatz des ehemaligen Deutschen Speedwaymeisters Mirko Wolter half den Wölfen nichts – sie landeten weit abgeschlagen mit nur 6 Laufpunkten auf Rang vier.

Siegerehrung im Speedway-Team-Cup_Foto_MSC Olching

Ergebnis:

MSV Herxheim, 50 Punkte
MSC Olching, 35 Punkte
Diedenbergen Rockets, 23 Punkte
Wölfe Wittstock II, 6 Punkte

 

Im Beiprogramm fuhr der Olchinger Clubfahrer Tobias Wunderer in der Juniorenklasse A einen Laufsieg nach dem anderen ein und landete schließlich mit Maximum auf Platz 1 vor Maximilian Gammel (MSC Plattling) und Jessica Adorjan (AMC Haunstetten).

 

In der Juniorenklasse B standen gleich drei Haunstettener Nachwuchstalente auf dem Siegerpodest: hier hieß der Sieger Maximilian Troidl, zweiter wurde Luca Kastner und auf Rang drei landete Sarah Fischer.

 

 

ADAC- Bayerncup: MSC Olching bleibt Spitzenreiter

 

Beim Heimrennen am 23. Juli vergangenen Samstag hatte sich das junge Team des Motorsportclub Olching eigentlich fest vorgenommen, die Tabellenführung noch weiter auszubauen. Doch ganz so perfekt lief es beim dritten von insgesamt sechs Rennen dann doch nicht. Trotzdem bleiben die Olchinger in der Gesamtwertung an der Spitze – wenn auch ganz knapp.

 

Mit einem Vorsprung von 18 Laufpunkten gingen die Olchinger am vergangenen Samstag ins Rennen – und anfangs sah es tatsächlich so aus, als könnte das Team, das Betreuer Stephan Wunderer ins Rennen schickte, den Heimvorteil nutzen. Doch schon ab dem zweiten Durchgang machten die Landshuter deutlich, dass auch sie auf dem Olchinger Oval „sauschnell“ unterwegs waren.

 

Als Olchings Philipp Schmuttermayr dann in Lauf 13 auf der Geraden die Bahnbegrenzung touchierte, die Kontrolle über sein Motorrad verlor, und schließlich mit einem spektakulären Salto auf dem Hosenboden landete, machten die Landshuter punktemäßig einen gewaltigen Satz nach vorne.

 

Von da an lief es für die Gastgebermannschaft allgemein nicht mehr ganz so rund: auch Sandro Wassermann hatte sich in Lauf 13 leicht verletzt und trat aus Sicherheitsgründen in den folgenden Läufen nicht mehr an. Er wurde ersetzt durch Marius Hillebrand, der dann im nächsten Durchgang bei einem Probestart unsanft einen Abflug machte und dann die Zweiminutengrenze für den tatsächlichen Start überschritt und vom Schiedsrichter disqualifiziert wurde.

Siegerehrung im Bayerncup_Foto_MSC Olching

 

In den nächsten Durchgängen zog der AC Landshut immer weiter davon, während die Haunstettener den Olchingern hinsichtlich Rang zwei immer weiter auf den Pelz rückten. Am Ende reichte es Gastgeber Olching dann aber noch für den zweiten Platz auf dem Siegerpodest, mit 4 Punkten Vorsprung vor dem AMC Haunstetten. Letztere verbuchen das Rennen aber ebenfalls als Erfolg: in der Gesamtwertung überholte Haunstetten den MSC Pfaffenhofen.

 

Tageswertung:

AC Landshut 64 Punkte
MSC Olching 49 Punkte
AMC Haunstetten 45 Punkte
MSC Pfaffenhofen 28 Punkte

Tabelle nach 3 von 6 Rennen:

1. MSC Olching 167 Punkte
2. AC Landshut 164 Punkte
3. AMC Haunstetten 121 Punkte
4. MSC Pfaffenhofen 105 Punkte


SEC in Güstrow

Die Leistungsdichte der in der Europameisterschaft im Speedway startenden Athleten ist dermaßen eng, dass keiner der beim in Güstrow ausgetragenen ersten Lauf der Speedway European Championship ohne Punktverlust durchkam. Das traf auch die ersten drei des Vorjahres, die am Ende im Mittelfeld landeten und mit den Podestplätzen nichts zu tun hatten. Als erster musste es der mit einem Grand Prix Sieg nach Güstrow gekommene Schwede Antonio Lindbäck erfahren. Er führte im ersten Lauf, bis er in Unkenntnis der Besonderheiten des Güstrowers Oval die Tür weit offen ließ und so vom stark auftretenden Polen Krzysztof Kasprzak passiert wurde. Erst in seinem letzten Lauf flog der schwedische Grand Prix Pilot um die Bahn und landete seinen ersten Sieg. Genauso ging es dem Sieger von vor zwei Jahren Nicki Pedersen. Auch er fand lange kein Konzept für die Güstrower Bahn und wurde ein ums andere Mal auf hintere Plätze verwiesen. Erst im letzten Auftritt bewies er sein Können mit einem ungefährdeten Erfolg. Auch der amtierende Europameister Emil Sayfutdinov konnte erst zum Ende seine Performance verbessern und schloss dieses Rennen ebenfalls mit einem Laufsieg ab. Da die Punkteabstände noch gering sind, besteht für alle drei in den weiteren drei Rennen zur Europameisterschaft noch die Chance auf eine Verbesserung.

Wirklich besser machte es an diesem Abend, der vor 6500 begeisterten Zuschauern auch vom immer wieder einsetzenden Regen gekennzeichnet war, der Titelträger von 2013 Martin Vaculik. Er gab zwar auch drei Punkte ab, war mit 12 Zählern jedoch Bester nach den 20 Wertungsläufen. Nur einen Punkt weniger hatte zu diesem Zeitpunkt Krzysztof Kasprzak auf dem Konto. Wenn er nicht, von der sehr umsichtig agierenden Schiedsrichterin Susanne Hüttinger, nach einem rüden Manöver, bei dem er Emil Sayfutdinov an die Airfence drückte und ihm das Vorderrad wegfuhr, hätte disqualifiziert werden müssen, wäre er noch weiter vorn gelandet

Kai Huckenbeck bei der Fahrerpräsentation_Foto_Frank Hedrich

Insgesamt konnten 13 der 16 Piloten einen Laufsieg erringen, was sowohl die Ausgeglichenheit des Teilnehmerfeldes unterstreicht als auch für die Qualität der Bahn spricht. Einen dieser Erfolge konnte gleich in seinem ersten Auftritt zur Freude des Publikums Tobias Busch erringen. Hier kam ihm deutlich die Erfahrung auf dem Güstrower Oval zu Gute und genauso ging es auch Kai Huckenbeck, der nach zwei schlechten Fahrten mit nur einem Punkt Ausbeute schnell merkte, dass sich die Bahn mit dem Wetter veränderte. „Am Anfang lief es bei mir gar nicht, aber als sich die Verhältnisse wechselten, haben wir auch die Abstimmung vollkommen umgebaut und da hat es gepasst“, sagte der Wildcard-Pilot. Und dann landete er nacheinander zwei Laufsiege und ließ noch einen zweiten Platz folgen. Somit hatte er genauso wie Janusz Kolodziej und Przemyslaw Pawlicki neun Punkte und durfte als erster für das Race off den Startplatz wählen. Dieser Lauf wurde noch durchgeführt, aber es war erkennbar, dass außer dem Führenden die folgenden Fahrer keine Sicht mehr hatten. Die Jury entschloss sich daher den noch ausstehenden Finallauf, aus Sorge um die Sicherheit der Aktiven, nicht zu starten. Damit wurde nach Reglement das Rennen mit dem Stand nach dem 20. Lauf gewertet und der überglückliche Kai Huckenbeck stand neben Martin Vaculik und Krzysztof Kasprzak bei der beeindruckend zelebrierten Siegerehrung auf dem Podest in der Mitte des Stadions. „Ich kann es noch gar nicht fassen. Am Anfang dachte ich heute geht gar nichts, aber nach der Veränderung im Set Up habe ich gemerkt, dass ich auf der Güstrower Bahn auch mit den Besten mithalten kann. Das ist ein unglaubliches Gefühl“, freute sich der Drittplatzierte über seinen Erfolg.

Für den MC Güstrow war dieses sportliche Highlight, bei dem es dem einheimischen Publikum eine Reihe der besten Piloten des Kontinents präsentieren konnte, wieder eine Bestätigung, dass er in der Zusammenarbeit mit der polnischen Agentur den richtigen Weg beschreitet.

Ergebnis SEC Lauf in Güstrow:
1. Martin Vaculik (SK) 12, 2. Krzysztof Kasprzak (PL) 11, 3. Kai Huckenbeck (D) 9, 4. Janusz Kolodziej (PL) 9, 5. Przemyslaw Pawlicki (PL) 9, 6. Antonio Lindbäck (S) 8, 7. Andrzej Lebedevs (LET) 8, 8. Vaclav Milik (CZ) 8, 9. Emil Sayfutdinov (RUS) 8, 10. Leon Madsen (DK) 7, 11. Hans Andersen (DK) 7, 12. Nicki Pedersen (DK) 7, 13. Anders Thomsen (DK) 6, 14. Peter Ljung (S) 5, 15. Tobias Busch (D) 4, 16. Nicolas Covatti (I) 1, 17. Tobias Kroner (D) 1

Australier Matthew Gilmore holt Titel in 250er WM 

Das Weltmeisterschaftsfinale der 250er Klasse entwickelte sich zu einem Zweikampf zwischen dem dänischen Junior Mads Hansen, der schon im vergangenen Jahr den Vize-WM-Titel in dieser Klasse erringen konnte und dem amtierenden Weltmeister Matthew Gilmore. Beide gewannen zunächst alle ihre Läufe und trafen das erste Mal im 16. Lauf des Tages aufeinander. Hier konnte der, die Güstrow Bahn bestens kennende, Däne einen Sieg erringen, aber da nach den 20 Punkteläufen noch zwei Halbfinals und der entscheidende Endlauf anstanden, war dieser Erfolg noch keine Vorentscheidung. Sowohl Mads Hansen als auch der extra für die Weltmeisterschaft aus Australien angereiste Junior gewannen ihre Semifinals souverän und so brachte erst das mit Spannung erwartete Finale die Entscheidung. Mads Hansen wählte als erster den weißen Startplatz (dritte Bahn von innen) und Matthew Gilmore freute sich über die für ihn verbleibende Außenbahn. Ebenfalls in den Endlauf schafften es Arslan Fayzulin aus Russland - wurde am Ende Vierter - und der Australier Jedd List, der in diesem Abschlussheat Mads Hansen zunächst Paroli bieten konnte. Den Start gewann jedoch Matthew Gilmore und da er seinen Vorsprung ständig vergrößern konnte, war er für Mads Hansen nicht mehr erreichbar.

So erklang bei der Siegerehrung die australische Nationalhymne und die beiden Erstplatzierten wiederholten ihren Erfolg aus dem vergangenen Jahr in der gleichen Reihenfolge.

Aus einheimischer Sicht konnte der mit einer Wildcard startende Ben Ernst sich prima in Szene setzten. Punktgleich scheiterte er denkbar knapp auf dem neunten Platz am Einzug in ein Semifinale, aber diese Platzierung war im Vorfeld nicht erwartet worden und ist das Resultat eines beherzten Auftritts des jungen Aktiven vom MC Güstrow. „Ich bin ohne konkrete Erwartungen in dieses WM-Finale gegangen. Für mich war es toll, hier auf der Güstrower Bahn dabei zu sein und ich danke meinem Team und vor allem meinen Eltern für die Unterstützung“, sagte der 13Jährige schon ganz professionell ins Mikrophon. Celina Liebmann, die sich für dieses Rennen mit einer starken Leistung qualifiziert hatte, beendete das Finale auf dem 12. Platz und war nach ihrem letzten Lauf zunächst untöstlich, weil ein Defekt an ihrer Maschine eine bessere Platzierung verhinderte.

Für den MC Güstrow war dieses Rennen ein toller Auftakt vor dem SEC-Lauf und die Ausgeglichenheit auf den Startplätzen war ein deutlicher Hinweis auf die perfekte Qualität der Bahn in Vorbereitung auf den Event am Sonnabend.

Ergebnis World Youth Trophy:
1.Matthew Gilmore Australien
2.Mads Hansen Dänemark
3. Jedd List Australien
4. Arslan Fayzulin Russland
5. Niklas Säyrio Finnland
6. Geatan Stella Frankreich
7. Kenneth Jürgensen Dänemark
8. Leon Flint Großbritannien
9. Ben Ernst Deutschland
10. Marcin Turowski Polen
11. Benjamin Nielsen Dänemark
12. Celina Liebmann Deutschland
13. Jacob Hojmark Dänemark
14. Toni Hyyrlänien Finnland
15. Mika Meyer Niederlande
16. Lars Figved Norwegen


Wölfe holen den Paarcup – Landshut Zweiter

Am Freitagabend fand in der OneSolar-Arena Landshut/Ellermühle der DMSB Speedway Paarcup statt. 1300 Zuschauer fanden bei hochsommerlichem Wetter den Weg in das Stadion und erlebten am Ende einen Triumph und die Titelverteidigung der Wittstocker Wölfe in Person von Matze Schultz, Michael Härtel und Steven Mauer. Zweiter wurde das Team des AC Landshut mit Martin Smolinski und Sandro Wassermann, vor der MSV Herxheim mit Kai Huckenbeck und Christian Hefenbrock. Ausgerechnet im letzten Finallauf kam es in der Dreihelmenstadt noch zu einem Crash, bei dem sich ACLBundesligacrack Michael Härtel einen Schlüsselbeinbruch zuzog.

Von Anfang an entwickelte sich ein Dreikampf um den Tagessieg. Die MSV Herxheim setzte sich an die Spitze nachdem Christian Hefenbrock, aus AC Landshut-Tagen gut mit der Bahn vertraut, die ersten beiden Heatsiege holen und sein Teamkollege Kai Huckenbeck jeweils Platz 2 sichern konnte, bevor die beiden in ihrem dritten Heat die Plätze tauschten. Landshut hielt sich konstant auf Platz zwei, gefolgt von Wittstock. Dahinter, von Anfang an mit deutlichem Abstand, die Teams aus Wolfslake, Abensberg und Meißen. Die Wölfe pirschten sich immer mehr heran und konnten dann im direkten Duell gegen Herxheim sechs Punkte für sich verbuchen, so dass sie letztlich mit einem Punkt Vorsprung vor diesen und einem Punkt Rückstand auf Landshut gemeinsam mit den Devils ins Finale einzogen. Herxheim und Wolfslake bestritten das B-Finale, in dem sich die Pfälzer den 3. Platz sicherten, im C-Finale gewann Meißen vor Abensberg.

Das Finale wurde dann bedauerlicherweise schon in der ersten Runde vorentschieden, als Martin Smolinski und Michael Härtel auf der Zielgeraden zu Sturz kamen. Härtel hatte geführt, war dann aber auf der Gegengeraden außen von Martin Smolinski überholt worden. Smolinski wurde dann jedoch durch eine gerissene Kette rapide abgebremst, Härtel konnte nicht ausweichen, und beide gingen zu Boden. Für Michael Härtel bedeutete dies Krankenhaus und Schlüsselbeinbruch statt Siegerpodest. Martin Smolinski wurde zum Rerun nicht mehr zugelassen und holte sich Prellungen. Sandro Wassermann konnte dann schon rein rechnerisch nichts mehr im Finale ausrichten, versuchte aber bis zum Ende immer wieder Angriffe auf den führenden Wittstocker Matthias Schultz. Insgesamt war man im Landshuter Lager dennoch zufrieden. „Die Jungs haben heute eine sehr starke Leistung abgeliefert und hätten eigentlich den Sieg eingefahren. Leider kam es ausgerechnet im letzten Lauf zu diesem tragischen Sturz. Das ist natürlich für Michi bitter, und ich hoffe, er ist bald wieder zurück", so ACLCoach Jan Hertel.

Finallauf im Paar-Cup in Landshut Foto: Michael Eder

Landshut war für den MSV Herxheim als Ausrichter eingesprungen, nachdem diese das Rennen nicht hatten durchführen können. Die Entscheidung für Niederbayern war nicht unumstritten. „Im Vorfeld gab es ja einige Querelen rund um diesen Wettbewerb. Manche Beteiligte waren nicht damit einverstanden, dass dieses Rennen bei uns in Landshut stattfindet und wollten aktiv Einfluss auf die Entscheidungen beim DMSB nehmen. Da dies natürlich nicht geklappt hat, zogen die Clubs die Teilnahme zurück. Wir haben unsere Meinung dazu, wollen dies aber nicht kommentieren", so ACL Vorsitzender Christian Schmid, der ein positives Fazit zog: „Trotz dieser extrem heißen Temperaturen waren 1300 Zuschauer da, die ein tolles Rennen gesehen haben. Vor allem die jungen deutschen Fahrer konnten sich heute auch mal beweisen und präsentieren. Wir freuen uns für das Lob auf der Abschlussbesprechung, und ein Zitat brachte aus dem Punkt: „Danke an den ACL und Kompliment an alle Teilnehmer für diesen reibungslosen Ablauf. Nach den Querelen hat heute ganz klar der Sport gesiegt, und das ist das wichtigste", lässt ACL-Vorsitzender Christian Schmid einblicken.

Das Ergebnis:
1. MSC Wölfe Wittstock – Michael Härtel, Steven Mauer, Matthias Schultz (30 Punkte + Gewinner Finale A)
2. AC Landshut Devils – Martin Smolinski, Sandro Wassermann (31 Punkte + Verlierer Finale A)
3. MSV Herxheim – Kai Huckenbeck, Christian Hefenbrock (29 Punkte + Gewinner Finale B)
4. Speedwayteam Wolfslake – Mirko Wolter, Henk Koonstra (16 Punkte + Verlierer Finale B)
5. MC Meißen – Ronny Weiß, Richard Geyer (16 Punkte + Gewinner Finale C)
6. MSC Abensberg – Phillip Schmuttermayr, Darrell De Vries (13 Punkte + Gewinner Finale C


MSC Olching gewinnt Speedway Team Cup in Wittstock

Der MSC Olching aus Bayern konnte wie  erwartet den Speedway Team Cup Lauf in Wittstock mit einem klaren Sieg für sich entscheiden, und ist jetzt erstmals Tabellenführer.

Der Titelverteidiger aus Olching  setzte am Renntag auf Kai Huckenbeck der Punkte Maximum fuhr und Martin Smolinski der nur einen Punkt ab gab sowie auf Sandro Wassermann der starke 10 Punkte beisteuerte und Jonas Wilke mit 5 Punkten. Und somit gewannen die Olchinger mit 44 Punkten vor den Black Forest Eagles aus Berghaupten mit 33 Punkte, dem Team vom MSC Wittstock II. mit 24 Punkte und etwas abgeschlagen konnten die Mannen aus Güstrow 12 Punkte einfahren.

Das Team II der Wölfe Wittstock hätte sicher gerne den einen oder anderen Punkt mehr eingefahren ist es doch ihr Heimrennen gewesen, viel Lob gab es aber für Steven Mauer der eine sehr gute Vorstellung und viel Einsatz zeigte, gut mitfahren konnte auch Marvin Wiegert der 7 Punkte beisteuerte und Mirko Wolter der nach neun Jahren Rennpause wieder aufs Speedway Bike gestiegen war und sein zweites Rennen fuhr.

Etwas enttäuschend war die Punkte Ausbeute vom Team Kapitän Christian Hefenbrock (4 Punkte) von dem man mehr erwartet hatte, woran es nun lag, sei es am Setup an den Motoren oder anderen Dingen, bleibt es nun zu ergründen.

Siegerehrung in Wittstock Bild: Thomas Klemm

Im Rahmenprogram gab es spannenden Rennen der Schüler A bei dem die Clubfahrerin des MSC Wittstock Alina Sassenhagen Platz 3  und Ulrich Büschke ebenfalls Platz der 3 bei den Oldis vor Marco Langer und Stefan Repschläger erreichte.

Wieder war es eine sehr gut durchgeführte Veranstaltung mit viel Action und tollen Überholvorgängen, die schnellste Zeit des Tages fuhr Steven Mauer vom MSC Wittstock.

Das nächste Rennen auf dem Heidering findet am 20.08.2016 statt, ihr wird dann der Deutsche Meister der Junioren ermittelt.


Der AC Landshut ist wieder auf Kurs in der Speedway Bundesliga

Der AC Landshut ist nach einem fulminanten 52:34 Triumph gegen den amtierenden Meister aus Stralsund zurück im Kampf um die zu vergebenden Finaltickets in der Speedway Bundesliga. Bei bestem Speedwaywetter und vor 2500 begeisterten Zuschauern in der OneSolar-Arena machten die Niederbayern von Anfang an Dampf. Verständlich, schließlich lautete die Devise: Alles oder Nichts. Nach der unglücklichen Niederlage zum Bundesligaauftakt Anfang April in Wolfslake musste unbedingt ein Sieg her, um den Finaleinzug 2016 nicht schon gleich abhaken zu können. Zunächst hatten einige Insider anhand der Landshuter Mannschaftsaufstellung große Bedenken, in der Form gegen den Meister aus Stralsund bestehen zu können, doch die Dreihelmstädter setzen mit einer wahren Glanzleistung ein Ausrufezeichen hinter ihre Marschrichtung - mit nur einem ausländischen Topfahrer an den Start zu gehen und auf die deutschen Fahrer zu bauen.

Leon Madsen führt für die Devils Foto: Michael Eder

„Sensationell was die Jungs heute auf die Bahn gezaubert haben. Wir hatten uns viel vorgenommen und auch in den letzten Tagen ein paar Sonderschichten eingelegt - es hat sich ausgezahlt. Nun sind wir wieder zurück im Geschäft“, so ein stolzer ACL-Trainer Jan Hertel nach dem Rennen. Sein Kapitän Martin Smolinski war natürlich ebenfalls hocherfreut: „Wahnsinn. Viele hatten uns schon abgeschrieben und gemeckert nur auf einen Ausländer zu bauen. Sie wollten vieles schlecht reden, aber wir haben immer an uns geglaubt und denke eindrucksvoll bewiesen, dass man immer mit dem ACL rechnen muss“, so der Kapitän der auch noch ein großes Lob für die Fans und die Bahndienstcrew übrig hatte: „Ich möchte heute auch mal Danke an den Bahndienst sagen, der eine hervorragende Arbeit abgeliefert hat und unseren Fans danken – das ist schon immer eine Gänsehautatmosphäre und motiviert uns zusätzlich“, so Smolinski. Beeindruckend bei den Devils auch das Debüt des Dänen Leon Madsen mit elf Zählern in fünf Läufen. „In der Vergangenheit konnten wir kaum den ausländischen Fahrern Paroli bieten – heute war das mit Leon anders. Er hat eindrucksvoll bewiesen, warum wir ihn unbedingt wollten und er hat sich mit seiner Art gleich prächtig integriert“, so ACL-Vize Gerald Simbeck, der noch eine andere Thematik ansprechen wollte: „Wenn man sieht welche sensationelle Leistung unsere deutschen Fahrer, egal ob sie Smolinski, Riss, Härtel oder Wassermann heißen und wie sich auch ein Stephan Katt als Reservefahrer mit einbringt, dann ist man natürlich schon stolz auf das Team und es macht besonders Spaß. Die Jungs haben heute alles aus sich herausgeholt und wurden dafür belohnt“, so Simbeck.

Für die Dreihelmstädter geht es nun am Sonntag den 10.Juli weiter, dann steht das Gastspiel bei Topfavorit Brokstedt auf dem Terminplan, bevor am Freitag den 29.Juli in Landshut die letzte und wohl alles entscheidende Vorrundenpartie gegen die DMV White Tigers stattfindet.

Abseits des Ligaalltags, gibt es aber zuvor in der Ellermühle noch ein besonderes Schmankerl: am Freitag den 24.Juni findet um 19.30 Uhr der DMSB Speedway Paar Cup – die deutsche Paarmeisterschaft statt. Im Paarsystem kämpfen die deutschen Clubs dann um den Titel. Für den AC Landshut werden Martin Smolinski und Sandro Wassermann an das Startband rollen und hoffen auf einen Heimvorteil.

Siegerehrung der Bundesliga in Landshut Foto: Michael Eder

Ergebnis:
1.AC Landshut "Devils" – 52 Punkte
Leon Madsen (DK) 11, Erik Riss 3, Michael Härtel 7, Martin Smolinski 14, Mark Riss 12, Sandro Wassermann 5, Stephan Katt (Reserve ohne Einsatz)

2. MC "Nordstern" Stralsund – 34 Punke
Troy Batchelor (AUS) 10, Patryk Dudek (PL) 14, Kevin Wölbert 3, Tobias Busch 3, Dominik Möser 4,Jan Lukas Dittner 0


SEC Challenge– Kasprzak gewinnt, Smolinski fehlte ein Punkt

Vor 3.500 Zuschauer holte sich der Pole Krzysztof Kasprzak den Sieg bei der SEC Challenge 2016 in Olching an Fronleichnam. Sechs weitere Fahrer durften sich über die Qualifikation für die Speedway-EM freuen – Lokalmatador Martin Smolinski war nicht unter ihnen.

Er hat sich definitiv mehr ausgerechnet auf „seiner Bahn“, wie Martin Smolinski die Strecke in Olching nennt. Doch schon beim ersten von sechs Läufen merkte man, dass es nicht der Tag von Smolinski werden würde. Dabei war mit bestem Sommerwetter und den eigenen Fans im Rücken eigentlich alles angerichtet. Mit sieben Punkten belegte der gebürtige Olchinger am Ende den 9. Platz. Bitter, denn Rang sieben hätte für die Qualifikation zur EM-Serie gereicht. Lediglich ein Punkt fehlte ihm am Ende, um ein Stechen um Rang sieben zu erzwingen. Oder anders ausgedrückt: Anders Thomsen aus Dänemark hatte einen Punkt mehr als der Deutsche.

Das aber unter etwas kuriosen Umständen: Im letzten von insgesamt 20 Läufen standen sich nach zwei Disqualifikationen nur noch Thomsen und Przemyslaw Pawlicki aus Polen gegenüber. Thomsen hatte leichtes Spiel gegen den Polen, der schon sicher in den EM-Plätzen platziert war und dementsprechend nicht mehr mit vollem Fokus an den Start ging. „So ist das nun mal, das ist der Rennsport“, sagte Smolinski, „es kommt schon vor, dass einige Fahrer zusammenhelfen, aber das habe ich auch schon gemacht.“ Wenn überhaupt müsse er sich an die eigene Nase fassen, „ich habe einfach nicht das richtige Setup gefunden heute“, resümierte Smolinski nach dem Rennen.

Die vergangenen beiden Jahre war er dank einer Wildcard bei der EM dabei. Ob er auch dieses Jahr wieder eine bekommt, steht noch nicht fest. Am Montag fällt die Entscheidung. „Ich denke, ich bin eine gute Persönlichkeit, gebe immer mein Bestes. Leider habe ich die vergangenen zwei Jahre mit der Wildcard nicht viel gerissen. Es ist aber noch alles offen, ob ich eine bekomme oder nicht“, so Smolinski, der den Traum von der EM-Teilnahme noch nicht aufgegeben hat.

Ergebnis:
1. Krzysztof Kasprzak (PL) 13
2. Leon Madsen (DK) 12
3. Joonas Kylmäkorpi (S) 11
4. Przemyslaw Pawlicki (PL) 10
5. Hans Andersen (DK) 10
6. Peter Ljung (S) 8
7. Anders Thomsen (DK) 8
8. Nicolas Covatti (I) 7
9. Martin Smolinski (D ) 7
10. Mateusz Szczepaniak (PL) 6
11. Eduard Krycmar (CZ) 6
12. Fredrik Lindgren (S) 6
13. Artem Laguta (RUS) 5
14. Thomas H. Jonasson (S) 5
15. Michael Jepsen Jensen (DK) 4
16. Tomasz Jedrzejak (PL) 1



Martin Smolinski behält im Wetterchaos von Abensberg den Überblick

Deutschlands bester Speedwaypilot Martin Smolinski hat im Wetterchaos von Abensberg den Überblick behalten und in der Qualifikation zum Speedway Grand Prix 2017 die nächste Runde erreicht. Im nach 12 von 20 Läufen wegen Regen und nasser Bahn abgebrochenen Rennen fuhr er wie der Australier Max Fricke drei Siege bei drei Starts ein. Smolinski musste sich dennoch mit Platz zwei begnügen, da der erste Platz per Münzwurf an Fricke ging.

Es hätte ein Tag für die Deutschen werden können, bei diesem vierten von vier Erstrunden-Qualifikationsrennen für den Speedway Grand Prix 2017. Neben Smolinski startete noch Kevin Wölbert. Dazu rückten die Ersatzfahrer Michael Härtel und Erik Riss ins Starterfeld nach. Der Italiener Guglielmo Franchetti musste passen und der Favorit Bjarne Petersen aus Dänemark verletzte sich einen Tag vor dem Wettbewerb in Abensberg bei einem anderen Rennen und konnte so ebenfalls nicht starten. Doch auch das Wetter spielte nicht mit. Schon am Morgen des Pfingstmontags regnete es in Abensberg und der regen hielt nahezu den ganzen Vormittag an. Die Bahn war dementsprechend extrem feucht. Nicht jeder Fahrer kam damit zurecht.

Kevin Wölbert hatte bis zu Lauf zwölf einen zweiten und zwei dritte Plätze gesammelt und stand so bei vier Zählern, als die Offiziellen entschieden, denn Wettbewerb abzubrechen, da die Bahnverhältnisse zu gefährlich wurden. Somit hatte Wölbert keine Chance mehr, sein Punktekonto zu verbessern und schied aus der Qualifikation aus. Erik Riss war zu diesem Zeitpunkt bereits auf dem Weg ins Krankenhaus. Er stürzte in Lauf sieben nach einem Zusammenstoß und musste zu weiteren Untersuchungen in die Klinik gebracht werden. Der junge Michael Härtel kam mit den Bahnverhältnissen wie so manch anderer gar nicht klar und konnte keinen einzigen Punkt sammeln.

Martin Smolinski meistert die schwierigen Bedingungen_Foto_Alexander Reichmann

Martin Smolinski dagegen siegte dreimal souverän, wie auch der Australier Max Fricke. Die Fahrer rutschten auf der Bahn, die nach einem starken Regenschauer zwischen Lauf sieben und Lauf acht richtig glatt wurde, immer wieder weg und so kam es zu vielen Wiederholungsläufen. „Es war richtig, dass nach Lauf zwölf abgebrochen wurde. Wir wollen natürlich alle weiterkommen und um Punkte kämpfen, aber an erster Stelle steht die Gesundheit“, so Smolinski. Der Olchinger, der auch für den MSC Abensberg startete, lobte aber die knapp 2000 Fans, die trotz des schlechten Wetters gekommen waren: „Das ist nicht nur für uns Fahrer, sondern auch für die Fans eine Herausforderung. Man sieht, das die Zuschauer Spaß haben, sonst würden sie nicht kommen.“

Für eine Überraschung sorgte die junge, sympathische Österreicher Daniel Gappmeier. Er kam mit sechs Punkten, darunter einem grandiosen Laufsieg gegen den Polen Patryk Dudek auf Rang fünf und ist nun im Halbfinale der Qualifikation dabei. „Ich fahre ja viel mehr Motocross als Speedway und davon habe ich heute profitiert. Die Bahn war perfekt für mich“, so Gappmeier. Mit dem Ungarn Jozsef Tabaka auf Rang sieben zog ein weiterer Außenseiter ins Halbfinale ein. Die ersten sieben Ränge reichten für das Weiterkommen. Daniel King auf Platz acht darf zumindest als Reservefahrer eine Runde weiter. 

Die Verantwortlichen des MSC Abensberg waren angesichts des Dauerregens mit den Teilnehmerzahlen zufrieden. „Für dieses Wetter ist das eine sehr gute Besucherzahl“, so die neue Vorsitzendes des MSC, Sabine Neppl.

 

 

Ergebnisse Speedway Grand Prix Qualifikation Abensberg: 1. Max Fricke (Australien): 9 Punkte; 2. Martin Smolinski (Deutschland): 9; 3. Tomasz Jedrzejak (Polen): 8; 4. Patryk Dudek (Polen): 7; 5. Daniel Gappmeier (Österreich): 6; 6. Sergej Logachev (Russland): 5; 7. Jozsef Tabaka (Ungarn): 5; 8. Daniel King (Großbritannien): 4; 9. Kevin Wölbert (Deutschland): 4; 10. Hynek Stichauer (Tschechien): 3; 11. Tomas Suchanek (Tschechien): 3; 12. Artjoms Trofimovs (Lettland): 2; 13. Erik Riss (Deutschland): 2; 14. Ziga Kovacic (Slowenien): 2; 15. Xavier Muratet (Frankreich): 2; 16. Michael Härtel (Deutschland): 0; 17. Mark Riss (Deutschland): 0.

 


 


Peter Ljung aus Schweden gewinnt zum dritten Mal den Pfingstpokal

Fahrerpräsentation_Foto_Frank Hedrich

Mit einem Kanonenschlag begann die eindrucksvolle Präsentation des Fahrerfeldes für den diesjährigen Pfingstpokal und machte den 5000 Zuschauer sofort wieder klar, dass dieses Ereignis ein besonderes im deutschen Speedwaykalender ist. Nur allzu gern nahmen die Aktiven die euphorische Stimmung auf den Rängen auf und nutzten diese für die eigene Motivation. Einem Fahrer gelang dies besonders gut. Bereits zwei Stunden vorher umrundete der Schwede Peter Ljung das Oval zu Fuß und sprach dabei über sein Vorhaben, den Pfingstpokal zum dritten Mal gewinnen zu wollen, denn bisher ist dies nur seinem Landsmann Niklas Klingberg gelungen. „Ich liebe diese Oval, hier macht es mir besonders viel Spaß zu fahren und die Einstellung ist für den Erfolg immer entscheidend“, bekannte der sympathische Schwede und nach der Siegerehrung hatte er auch noch einen Dank für den Veranstalter parat: „Wie ihr hier das Pfingstrennen feiert ist einfach toll, ich komme gern wieder.“ Tatsächlich gelang ihm gleich in seinem Auftaktheat ein Sieg und auch danach gab er nur jeweils einen Punkt an Bjarne Pedersen (DK) und Timo Lahti (FIN) ab. Wichtig war für die Endabrechnung, dass es ihm im 11. Lauf gelang, sich noch in der Zielkurve um eine Platzierung zu verbessern. So konnte er bereits im 17. Lauf den Pokalsieg perfekt machen, denn da sich die anderen Teilnehmer gegenseitig die Punkte wegnahmen, konnte ihn danach keiner mehr erreichen.

Peter Ljung war der Beste an diesem Abend_Foto_Frank Hedrich


Eine tolle Tagesform erwischte auch der Franzose Davis Bellego, der an seinem Geburtstag, für den ihm sowie Tobias Busch und Christian Hefenbrock das ganze Stadion singend gratulierte, den zweiten Platz in der Wertung erreichte. In Güstrow errang er vorher mit dem dritten Platz in der Junioren EM schon einen großen Erfolg und auch diesmal schien ihm die Bahn besonders zu liegen.

Den deutschen Aktiven gelangen immer wieder bemerkenswerte Einzelleistungen. So gewann Christian Hefenbrock souverän seinen ersten Lauf, Tobias Busch zeigte, wie er um die Bahn fliegen kann, auch Mathias Schultz und Tobias Kroner landeten jeweils einen Laufsieg und Kai Huckenbeck schaffte dies denkbar knapp in einem tollen Zielsprint. Der Titelverteidiger Michael Härtel kämpfe verbissen, konnte aber nicht an die Vorjahresleistung anknüpfen. Besser erging es da Kevin Wölbert. Er startete mäßig ins Rennen und wurde dann immer besser. Mit zwei Laufsiegen zum Ende konnte er sogar noch auf den dritten Podestplatz springen. „Wir haben zu Beginn ziemlich am Motor arbeiten müssen, aber dann lief es und wenn ich in Güstrow auf dem Podest stehe ist am Ende alles in Ordnung“, sagte Wölbert, bevor er sich auf den Weg nach Abensberg zur WM Qualifikation machte.

Im Rahmenprogramm der 250er Klasse gewann in einer gemeinsamen Wertung mit dem Rennen um den Auerhahnpokal in Teterow der Däne Mads Hansen vor seinem Landsmann Kenneth Jürgensen und dem Güstrower Lukas Baumann.

Den abschließenden Höhepunkt des Abends bildete der Sonderlauf um den Fritz-Suhrbier-Pokal, in dem die vier Besten antraten. Auch diese Trophäe wurde 2016 von Peter Ljung souverän gewonnen und dass der Himmel bei der Siegerehrung seine Schleusen öffnete, störte niemanden mehr, denn vorher erlebten Sportler, Besucher und Organisatoren wieder einmal eine tolle Veranstaltung mit der typischen Stimmung, die es in Güstrow nur zu Pfingsten gibt. Da nimmt es nicht Wunder, dass der Sieger ankündigte: „Mein nächstes Ziel ist, den Pokal auch ein viertes Mal zu gewinnen.

Ehrung des Pfingstpokals_Foto_Frank Hedrich

Ergebnis Pfingstpokal:
1. Peter Ljung (SWE) 13, 2. David Bellego (FRA) 12, 3. Kevin Wölbert (D) 11, 4. Joonas Kylmäkorpi (SWE) 10, 5. Timo Lahti (FIN) 9, 6. Kai Huckenbeck (D) 8, 7. Bjarne Pedersen (DK) 7, 8. Tobias Busch (D) 7, 9. Tobias Kroner (D) 7, 10. Rasmus Jensen (DK) 6, 11. Mathias Schultz (D) 6, 12. Robert Lambert (GB) 6, 13. Michael Härtel (D) 6, 14. Christian Hefenbrock (D) 4, 15. Adam Ellis (GB) 4, 16. Jurica Pavlic (CRO) 4.

Fritz-Suhrbier-Pokal: 1. Peter Ljung (SWE), 2. David Bellego (FRA), 3. Kevin Wölbert (D), 4. Joonas Kylmäkorpi (SWE)

250er-Klasse:
1. Mds Hansen (DK), ,2. Kenneth Jürgensen (DK), 3. Lukas Baumann (D), 4. Celina Liebmann (D), 5. Toni Hyyryläinen (FIN) , 6. Maximilian Firniß (D), 7. Lars Figved (NOR), 8. Ben Ernst (D)

Australier Brady Kurtz gewinnt Güstrow Junior Challenge

Nach 28 Läufen gelang dem Australier Brady Kurtz im entscheidenden Finale ein Start-Ziel-Sieg, mit dem er die 4. Güstrow Junior Challenge vor drei polnischen Junioren gewann.

Schon mit der Wahl der Startlätze zeigte sich, der Australier, dessen Last-Minute-Verpflichtung für das 20er Feld ein wahrer Glücksfall war, sehr zufrieden. Die drei polnischen Junioren, die alle durch die Ligaerfahrung im Nachbarland geprägt sind, wählten nacheinander die inneren Startplätze für das entscheidende Finale. Als Brady Kurtz dies bemerkte, huschte schon ein Lächeln über sein Gesicht, denn der Australier zeigte bereits in den Punktläufen, dass er sich auf dem Güstrower Oval wohlfühlt und sich auch von hinten nach vorn kämpfen kann.

„Ich liebe diese Bahn und es macht mir richtig Spaß hier zu fahren“, gestand der Gewinner auf dem Weg zur Siegerehrung und ließ sich anschließend entsprechend feiern. Auf den Plätzen landeten Adrian Cyfer und Daniel Kaczmarek, die ihrem Landsmann Adrian Gala nur den undankbaren vierten Platz überließen.

In den Vorläufen nahmen sich die Teilnehmer immer wieder gegenseitig die Punkte ab, so dass keiner mit Maximum durchkam. Für einige Aktive war diese Challenge auch tatsächlich eine große Herausforderung und sie rutschten weg oder mussten wegen Bahnverlassens disqualifiziert werden. Bemerkenswert war in dieser Hinsicht Lauf 7, der tatsächlich 5 mal gestartet werden musste. Beim ersten Versuch rutschte der Ukrainer Stanislav Melnychuk in der ersten Kurve weg und alle wurden für den Wiederholungslauf wieder zugelassen. Beim zweiten und dritten Versuch wurden Hannes Gast sowie Daniel Spiller als Abbruchverursacher disqualifiziert und beim vierten Versuch stand der Pole Adrian Gala nicht innerhalb der vorgeschriebenen zwei Minuten am Band, so dass letztlich Melnychuk allein unter dem Jubel der 900 Zuschauer seine vier Runden drehte.

Leider konnte kein deutscher Teilnehmer ins Halbfinale vordringen, aber Sandro Wassermann, konnte als einziger einen Laufsieg landen.

Ergebnis:

1. Brady Kurtz (AUS) 11 + Platz 1 im Finale
2. Adrian Cyfer (POL) - 13 + Platz 2 im Finale
3. Daniel Kaczmarek (POL) - 12 + Platz 3 im Finale
4. Adrian Gala (POL) - 9 + Platz 4 im Finale
5. Andreas Lyager (DK) - 11 + Platz 3 im Halbfinale
6. Mikkel B. Andersen (DK) - 10 + Platz 3 im Halbfinale
7. Kenny Wennerstam (SWE) - 12 + Platz 4 im Halbfinale
8. Jonas Jensen (DK) - 12 + Platz 4 im Halbfinale
9. Adam Ellis (GB) – 9; 10. Joaa Partanen (FIN) – 8; 11. Stanislav Melnychuk (UK) – 7; 12. Lasse Fredriksen (NOR) – 6; 13. Sandro Wassermann (D) – 6; 14. Martin S. Hansen (DK) – 5; 15. Jan-Lukas Dittner (D) – 4; 16. Daniel Spiller (D) – 4; 17. Dominik Möser (D) – 3; 18. Hannes Gast (D) – 2; 19. Jack Smith (GB) – 1; 20. Steven Mauer (D) - 1


Maximumsiege in drei von vier Klassen beim Sandbahnrennen in Herxheim 

14.500 sahen in Herxheim Maximumsiege in drei von vier Rennklassen, die ausgefahren wurden. 

Erik Riss dominierte die Rennen in Herxheim fast nach Belieben. Der ehemalige Sandbahnweltmeister lieferte auf seiner Heimbahn eine tadellose Leistung ab und konnte sich sogar während den Läufen einige Wheelies erlauben.  Riss blieb in seinen fünf Heats ungeschlagen und gab auch gleichzeitig ein klares Statement ab, dass mit ihm auch in der Weltmeisterschaft 2016 zu rechnen ist. Auf den Plätzen hinter Erik Riss platzierten sich der Brite Richard Hall und Mathieu Tresarrieu vor dem amtierenden Weltmeister Jannick de Jong, der durch einen technischen Defekt im Endlauf eine Podestplatzierung verspielte. Max Dilger, der in Herxheim sein Debüt auf der Sandbahn gab scheiterte in der Qualifikation am Finnen Jesse Mustonen und Markus Eibl und kam als Reservist nicht zum Zug. 

Maximumsieger Erik Riss Foto: Thomas Sommer

Die Rennen in der internationalen Soloklasse standen ebenfalls im Zeichen von Nadine Frenk, die ihr letztes internationales Rennen bestritt. Die langjährige Amazone in der internationalen Lizenz rutschte einmal weg und wurde einmal wegen Verlassens der Bahn disqualifiziert. Mit nur zwei Punkten nach einem dritten Platz verpasste die Wahlpfälzerin so das mögliche Semifinale und beendete ihr letztes Rennen auf dem 11. Platz. 

Maximumsiege feierten ebenfalls William Mathijsen mit Sandra Mollema im Gespann vor Marco Hundsrucker, der nach seiner Trainingsverletzung ein gutes Comeback gab und Markus Brandhofer. 

Bei den nationalen Solisten überzeugte Lukas Fienhage, der all seine Läufe gewann und die Wertung vor Phillp Schmuttermayr und Dennis Helfer gewann. Martin Theobald als Herxheimer Lokalmatador verpasste das Podium mit Gesamtrang vier. Die Herxheimer Debütanten Rudolf Eichenlaub auf Rang neun und Stephen Bergdoll konnten gut mithalten und wussten die Unterstützung der Herxheimer auf ihrer Seite. 

In der nationalen Klasse war das Gespann Hübsch/ Burger auf Maximumkurs und büßte erst im Finallauf Punkte ein. 

Der Silberhelm für den Sieger Erik Riss Foto: Thomas Sommer

Ergebnisse 

Internationale Lizenz Solo
1. Erik Riss (DE) 20 Punkte, 2. Richard Hall (GB) 17, 3. Mathieu Tresarrieu (FRA) 13, 4. Jannick de Jong (NED) 13, 5. Josef Franc (CZE) 12, 6. Michael Härtel (DE) 9, 7. Jesse Mustonen (FIN) 9, 8. Aki Pekka Mustonen (FIN) 8, 9. Stephan Katt (DE) 7, 10. Glenn Phillips (GB) 4, 11. Nadine Frenk (DE) 2, 12. Theo di Palma (FRA) 2, 13. Markus Eibl (DE) 1, 14. David Pfeffer (DE) 0, 15. Matthias Kröger (DE) 0, Res: Max Dilger (DE) NS

Internationale Lizenz Seitenwagen
1. William Mathijsen/ Sandra Mollema (NED) 20 Punkte, 2. Marco Hundsrucker/ Corinna Günthör (DE) 14, 3. Markus Brandhofer/ Michael Zapf (DE) 12, 4. Imanuel Schramm/ Herrmann Bacher (DE) 9. Josh Goodwin/ Liam Brown (GB) 9, Matthias Motk/ Melanie Schremp (DE) 5, Achim San Milan/ Lydia Neuendorf (DE) 5, 8. Karl Keil/ David Kersten (DE) 0

Nationale Lizenz Solo
1. Lukas Fienhage 20 Punkte, 2. Philipp Schmuttermayr 18, 3. Dennis Helfer 16, 4. Martin Theobald 13, 5. Charlie Powell 11, 6. Ulrich Büschke 9, 7. John Hartley 9, 8. Jamie Isherwood 8, 9. Rudolf Eichenlaub 6, 10. Stefan Drofa 5, 11. Wolfgang Barth 4, 12. Marius Hillebrand 3, 13. Michael Wenninger 3, 14. John Freeman 3, 15. Stephen Bergdoll 2, 16. Fabian Neid 0, 17. James Hartley 0, 18. Kevin Teager 0, 19. Marc Herter NS

Nationale Lizenz Seitenwagen
1. Kevin Hübsch/ Michael Burger 18 Punkte, 2. Daniel Eibl/ Julia Starke 16, 3. Raphael San Milan/ Benedikt Zapf 16, 4. Manuel Meier/ Benjamin Meier 9, 5. Natasha Bartlett/ Ciara Southgate (GB) 7, 6. Udo Poppe/ Martin Weick 4, 7. Patrick Zwetsch/ Jakob Rebholz 2, 8. Wolfgang Diehr/ Hans Peter Much 2, 9. Sebastian Kehrer/ Patrik Lepnik 1


„DMV White Tigers“ hatten beim Deutschen Meister keine Chance

„Nordsterne“ Stralsund gewinnen klar mit 53:33 – Nur Robert Lambert punktet zweistellig

 

So haben sich die „DMV White Tigers“ die weite Reise an die Ostsee nicht vorgestellt. Beim amtierenden deutschen Meister „Nordsterne“ Stralsund verlor die Mannschaft um Teamchef René Schäfer klar mit 33:53 Punkten. Mit so einer deutlichen Niederlage hatte keiner gerechnet.

Dabei fing das Rennen ganz gut an. Nach den ersten drei Durchgängen stand es 9:9, was die Hoffnungen der „Tigers“ auf eine kleine Sensation wachsen ließen. Doch die Rechnung wurde ohne die „Nordsterne“ gemacht, denn ab dem vierten Lauf zogen sie auf und davon. Dazu kam, dass ein Großteil der „Tigers“ nicht gerade den besten Tag erwischte. So erfuhr sich der erfahrene Däne Nicolai Klindt insgesamt nur vier Punkte – viel zu wenig für einen Spitzenfahrer. Lediglich der 18-jährige Engländer Robert Lambert konnte mithalten und war mit 10 Punkten auch punktbester Fahrer der „Tigers“. Auch auf den B-Positionen war es punktemäßig eine klare Sache für die Gastgeber. „Tigers-Fahrer“ René Deddens brachte es nur auf drei Punkte, während Max Dilger mit acht Zählern ein gutes Ergebnis erzielen konnte. Auf der C-Position lief bei Daniel Spiller überhaupt nichts. Sonst einer der eifrigsten Punktesammler, war nach Rennende nur ein Pünktchen auf der Habenseite. Zumindest Danny Maaßen konnte mit sieben Punkten einigermaßen mithalten.

13 Dilger, 3 Busch, 4 Wölbert, 14 Deddens Foto: Goffelmeyer

Wenn auch das Ergebnis deutlich für die Stralsunder sprach, die einzelnen Rennen waren hart umkämpft. Doch die Ostdeutschen waren an diesem Tag einfach einen Tick besser, was sich auch dann in der Punktedifferenz ausdrückte.

Enttäuscht ließen die „DMV-White Tigers“ nach dem Rennen die Köpfe hängen. Insgeheim hatten die „jungen Wilden“  doch mit einer kleinen Sensation gerechnet. Doch zu akzeptieren, dass die gegnerische Mannschaft einfach stärker war: auch das gehört zur Entwicklung eines Fahrers. Es werden sicherlich noch bessere Zeiten und Rennen kommen.


Deutschland gewinnt Vierländer Vergleichskampf in Neustadt/Do

1000 Zuschauer erlebten bei wechselndem Wetter ein spannendes Rennen. Dabei dominierte Martin Smolinki bei fünf Starts mit fünf Siegen.

Siegerehrung beim Speedway-Viernationenkampf in Neustadt Donau mit Sieger Deutschland, vor Dänemark Schweden und Finnland. Foto: Fischer Presse MSC

 

Beim Speedway-Viernationen Kampf im Anton-Treffer-Stadion in Neustadt an der Donau, siegte das Team Deutschland vor Dänemark, Schweden und Finnland. Bei Wetterkapriolen, Sonne, Graupelschauer, Nieselregen und Wind, kämpften die vier Nationen vor 1000 Zuschauern um den Tagessieg, wobei Deutschland mit einem super Martin Smolinski, die Revanche vom Vorjahr gelang. Mit fünf Starts und fünf Siegen, führte er das deutsche Team an die Spitze. Mit 46 Punkten verwiesen sie die Dänen auf Rang zwei. Zum viel umjubelnden Sieg trugen noch Mark Riss mit 13 Punkten, Michael Härtel mit 10 Punkten und Mark Riss mit 8 Punkten zum grandios gefeierten Erfolg bei. Das deutsche Team dominierte von Beginn an, doch zwischendurch stand es auch mal 31:31 Punkte. Dänemark, mit Mikkel Bech, Mikkkel B. Andersen, Kaspaer Lykke Nielsen und Kenni Nissen  landeten mit 38 Punkten auf Rang zwei.   Platz drei ging mit 23 Punkten an das Team Schweden mit Oliver Berntzon, Linus Eklöf, Alexander Edberg und Victor Palovaara. Mit 10 Punkten auf dem Konto landete das Team Finnland auf Platz vier. Am Start waren Jari Mäkinen, Kauko Nieminen, Juha Hautamäki und Teemu Lathi. Nach dem Rennen das fast Unfallfrei ablief, bis auf einige Absteiger erfolgte die Siegerehrung durch die Vertreter des MSC und der Stadt Neustadt.


Herxheim Drifter erobern mit Auswärtssieg die Tabellenführung

Platz zwei in Berghaupten und ein Sieg nach einem „Last-Heat-Decider“ in Wittstock  bringen die Herxheim Drifter an die Tabellenspitze im Speedway Team Cup.

Fällt die Entscheidung über Sieg und Niederlage beim Speedwaysport erst im letzten Lauf des Renntages, dann spricht man im Speedwaysport gerne von einem “Last Heat Decider“, der Spannung bis zum Schluss garantiert. Eben einen solchen gab es am vergangenen Samstag in Wittstock: Die Herxheim Drifter lieferten sich ein packendes Duell um den Tagessieg mit den gastgebenden Wittstocker Wölfen, während die Güstrow Torros und Young Vikings Brokstedt etwas ins Hintertreffen gerieten.

Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung brachten sich die Drifter vor den Finalläufen in Siegesreichweite, denn vor den entscheidenden drei Finalläufen lagen die Drifter nur einen Punkt hinter den Gastgebern. „Bis zu diesem Zeitpunkt war das ganze Rennen überaus spannend und ich persönlich war sehr nervös. Die Finalläufe waren aus unserer Sicht kaum an Spannung zu überbieten“, blickt Herxheims Teammanager Klaus Dudenhöffer auf den Renntag zurück. Während Mark Riss noch einen Punkt gegen den Wittstocker Matze Schultz abgab, gelang es dem erfahrenen Tobias Kroner mit einem Laufsieg im B-Finale das Rennen auszugleichen und so den “Last-Heat-Decider“ zu erzwingen.

Toller Sport wurde im STC-Lauf in Wittstock geboten_Foto_Quaschning

Aller Druck lastete somit auf den jüngsten Fahrern der Teams. Lukas Fienhage für Herxheim und Steven Mauer für Wittstock standen am Band und nachdem Steven Mauer den Start gewonnen hatte, konnte sich Fienhage von der zwischenzeitlich dritten Position bis auf den ersten Rang vorarbeiten und den Sieg sichern. Teammanager Dudenhöffer war überwältigt: „Lukas ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, blieb am Gegner nah dran und "legte sich den Führenden zu recht", um ihn dann in einer "abgebrühten Art und Weise" zu überholen, dass das ganze Stadion "außer Rand und Band" war. Das was Lukas hier zeigte, unterstreicht seinen bisherigen Werdegang in beeindruckender Weise. Er war mit Recht der Shooting Star, den unsere Mannschaft nach diesem Lauf hochleben ließen. Insgesamt war dies eine sehr geschlossene Mannschaftsleistung. Sie standen immer zusammen und untereinander halfen sie sich und tauschten sich aus. Ein Kompliment an unsere Mannschaft!“ Begleitet wurden die Drifter, erneut von Herxheimer Schlachtenbummlern, die die knapp 800km Anreise nicht scheuten um das Team zu unterstützen.

Die Drifters feiern Lukas Fienhage_c_Sievers

Ergebnis Speedway Team Cup Wittstock

1. Herxheim Drifter 40 Punkte
(Lukas Fienhage 13, Tobias Kroner 12, Mark Riss 10, Celina Liebmann 5),
2. Wölfe Wittstock 39 Punkte,
(Mathias Schultz 9, Michael Härtel 10, Steven Mauer 11, Mads Hansen 9)
3. Güstrow Torros 24 Punkte
(Tobias Busch 10, Hannes Gast 3, Jan Lukas Dittner 7, Lukas Baumann 4)
4. Young Vikings Brokstedt 11 Punkte
(Matthias Kröger 4, Kai Dorenkamp 0, Buddy Prijs 1, Niels Oliver Wessel 6)


Packender Bundesligaauftakt mit schlechtem Ende für den Rekordmeister

AC Landshut Devils unterliegen bei Wolfslake Falubaz unglücklich mit 40:44

Der AC Landshut ist mit einer Niederlage in die neue Saison der 1.Speedway Bundesliga gestartet. Am Samstagnachmittag verlor der deutsche Rekordmeister nach einer hart umkämpften Partie am Ende unglücklich und denkbar knapp mit 40:44 bei den Wolfslaker Wölfen. Dreimal schlich sich zum Leidwesen der Dreihelmstädter der technische Fehlerteufel ein und beendete so die Siegesträume der Niederbayern. „Wir wollten mit einem Sieg starten und sind natürlich enttäuscht, weil wir heute viel Pech hatten mit drei technisch bedingten Ausfällen. Die Liga ist so stark und ausgeglichen, da kann man so etwas kaum aufholen", so ein niedergeschlagener Devils-Coach Jan Hertel nach dem Rennen.

Mit der Partie Nähe der Bundeshauptstadt gab es aber auch zwei positive Punkte auf Landshuter Seite: die Leistung des widererstarkten Martin Smolinski. Mit 14 Punkten war der ACL-Kapitän der „Mann des Tages“, konnte die Niederlage aber auch nicht verhindern. „Martin musste zuletzt viel Kritik einstecken, hat aber hart gearbeitet und vieles ausprobiert. Er war wieder einmal überragend und hat gezeigt warum er der beste deutsche Fahrer ist“, so Hertel. Und noch ein Fahrer konnte den Übungsleiter erfreuen: „Unser Debütant Sandro Wassermann hat heute mit seinen 17 Jahren in seinem ersten Bundesligalauf gleich einen Dreier geholt - Sensationell. Leider hatte er in der Folge zwei Risse der Primärkette und hätte sonst sicher noch mehr Punkte gemacht.“

Spannung bot das Matsch zwischen Wolfslake und Landshut_Foto_Quaschning

Es war auf dem Eichenring also nichts für schwache Nerven - Das erneute Kräftemessen mit Wolfslake begann ausgeglichen, bevor sich die Devils in Heat 4 zum ersten Mal durch ein 4:2 von Jedrzejak und Smolinski leicht absetzen konnten. Wolfslake konterte jedoch sofort, und so stand es nach Heat 6 18:18.

In diesem Heat begann auch das Landshuter Pech durch einen technisch bedingten Ausfall von Bundesliga-Debütant Sandro Wassermann, der sein erstes Heat noch hatte gewinnen können. Ab Heat 7 bauten sich die Gastgeber einen Vorsprung aus, wiederum begünstigt durch das Pech der Landshuter. Zuerst stürzte Andzejs Lebedevs kurz nach dem Start, im Rerun dann blieb er nach dem Start stehen. In Heat 8 sprang Sandro Wassermann, in Position 3 liegend, die Kette ab. Somit lagen die Gäste aus Bayern bereits 6 Punkte zurück, und Coach Jan Hertel ließ es sich nicht nehmen, im folgenden Heat statt Stephan Katt Andzejs Lebedevs neben Smoli als taktische Reserve zu bringen. Der Plan ging auf, doch die Devils konnten den verbleibenden 2-Punkte-Rückstand nicht mehr aufholen.

Nach einem packenden Heat 13, das Martin Smolinski souverän vor Pepe Protasiewicz und Schultz sowie Jedrzejak gewann, war immer noch alles offen. Heat 14 bot dann die Neuauflage des Duells Smoli gegen Pepe, und lange sah es nach einem sicheren Sieg für den Devils-Kapitän aus, bevor er nahezu auf der Ziellinie noch abgefangen wurde. So hieß es in der Endabrechnung 44:40 für die Gastgeber.

Für die Teufel muss nun im nächsten Bundesligarennen am 29. Mai in der heimischen OneSolar-Arena gegen den amtierenden deutschen Meister Nordstern Stralsund unbedingt ein Sieg her.

"Falubaz" Wolfslake Berlin – 44
1. Piotr Protasiewicz (3,2,3,0,2,3) – 13
2. Grzegorz Zengota (0,3,3,3,1) – 10
3. Christian Hefenbrock (1*,0,1,0) - 2+1
4. Matthias Schultz (2,2,2*,1,1*) - 8+2
5. Ronny Weiss (1*,1,0,3) - 5+1
6. Steven Mauer (2,1,1,2*) - 6+1

AC Landshut "Devils" – 40
11.Tomasz Jedrzejak (1*,3,2,1*,0) - 7+2
12. Andrzej Lebedevs (2,2,A,3,2,0) – 9
13. Martin Smolinski (3,1,2*,3,3,2) - 14+1
14. Michael Härtel (0,3,1,2*) - 6+1
15. Stephan Katt (0,0,-,0) – 0
16. Sandro Wassermann (3,A,A,1) – 4


Perfekter Renntag – bis auf das Ergebnis der Black Forest Eagles

Kaiserwetter, 600 Zuschauer und sehr gute Bahnverhältnisse: es war alles gerichtet für den Auftakt im Speedway Team Cup 2016. Nur dass die Titelverteidiger „Black Forest Eagles“ des MSC Berghaupten keine Chancen auf den Tagessieg hatten, trübte etwas den gut organisierten Renntag. Mit den „Wölfen“ aus Wittstock, den Herxheim „Drifters“ und dem MSC Olching waren drei Teams am Start, die in der Saison 2016 den Titelkampf wohl unter sich ausmachen werden. So sahen die Zuschauer sehr gute Rennen, die bis zum Schluss äußerst spannend waren und die Entscheidung erst in den Finalläufen fiel.

Gleich nach dem ersten Durchgang unterstrichen die Wittstocker ihre Titelambitionen und konnten mit 11 Punkten die Führung vor Berghaupten (5), Herxheim (5) und Olching (3) übernehmen. Zur Überraschung aller Experten ging Kai Huckenbeck, der in dieser Saison für die Oberbayern fährt, in seinem ersten Lauf leer aus. Dies sollte ich im Verlauf des Nachmittags ändern, denn die folgenden Läufe dominierte der zweifache Ex-Deutsche Meister und holte das Maximum von 12 Punkten aus vier Läufen. Wittstock war weiterhin auf Siegeskurs, doch Herxheim und Olching gaben zu keiner Phase des Rennens auf und kämpften sich Punkt für Punkt an Wittstock heran.

  Ein Bild mit Seltenheitscharakter am Sonntag: Kapitän Max Dilger vom MSC Berghaupten in Führung liegend. Foto: Goffelmeyer


Vor den drei Finalläufen hatte Wittstock 28 Punkte, Olching 26 und Herxheim 25 Punkte. Olching drehte mit Huckenbeck, Deddens und Wassermann den Spieß noch um, konnte acht von neun Punkten einfahren, was letztlich mit 34 Punkten zum Tagessieg reichte. Zweiter wurde Herxheim (31) und Wittstock (30) musste mit dem dritten Platz vorlieb nehmen. Für die Black Forest Eagles reichte es nur zu 19 Punkten.

Punktbester Fahrer nach Kai Huckenbeck (12) war Daniel Spiller (Black Forest Eagles) mit 11 Punkten vor Mads Hansen (250ccm) aus Wittstock, der ebenso 10 Punkt einfuhr wie Erik Riss (Herxheim) und René Deddens (Olching).

Ergebnis STC in BErghaupten
1. MSC Olching 34 Punkte
Kai Huckenbeck 12, René Deddens 10, Sandro Wassermann 7, Tim Wunderer 5

2. Herxheim Drifters 31 Punkte
Mark Riss 7, Erik Riss 10, Lukas Fienhage 6, Celina Liebmann 8

3. Wölfe Wittstock 30 Punkte
Mathias Schultz 5, Michael Härtel 9, Darrel de Vries 6, Mads Hansen 10

5. Black Forest Eagles Berghaupten 19 Punkte
Max Dilger 7, Ethan Spiller 0, Daniel Spiller 11, Ben Ernst 1


Renat Gafurov aus Russland gewinnt zum ersten Mal den Osterpokal

Mit einer bärenstarken Leistung holte sich der Russe Renat Gafurov am Ostersamstag vor 3500 Zuschauern den Sieg im traditionellen Saisonauftakt in Güstrow. Für den zweimaligen deutschen Meister Kai Huckenbeck reichte es am Ende nur knapp nicht zum Sieg und entsprechend fiel auch sein Fazit aus. „Schon wieder hat nur ein Quäntchen gefehlt und nach dem zweiten Platz im letzten Jahr bin ich wieder auf der gleichen Podeststufe gelandet. Vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal. Aber grundsätzlich bin ich schon zufrieden, vor allem mit dem Speed, den ich auf die Bahn bringen konnte“, sagte der junge Mann aus Werlte, der erst am Tag zuvor seinen Einstand in der britischen Elite League absolviert hatte.

Schon nach dem zweiten von insgesamt fünf Durchgängen hatte sich die Favoritengruppe innerhalb des Starterfeldes herausgeschält. Zu diesem Zeitpunkt führten der Pole Tomasz Chrzanowski und Kai Huckenbeck mit je zwei Laufsiegen die Zwischenwertung an. Dahinter lauerten mit jeweils einem Punktverlust der Lette Kjastas Puodzuks, der Brite Robert Lambert, Renat Gafurov aus Russland und der Einheimische Kevin Wölbert. Nach dem dritten Durchgang gab es keinen Aktiven mit Maximum mehr. Während der Pole Chrzanowski auch in der Folge weiter abbaute und am Ende noch hinter dem stärker werdenden Michael Härtel landete, musste auch Kai Huckenbeck gegen den Schnellstarter Puodzuks eine Niederlage einstecken. „Mein Speed war toll, aber die Starts haben noch nicht richtig funktioniert. Wir haben ein bisschen getestet und müssen uns da noch verbessern“, analysierte Huckenbeck klar die Ursache.


Schnelle Läufe waren beim Osterpokal bestimmend_c_Frank Hedrich

Vor dem letzten Durchgang hatten drei Fahrer – Puodzuks, Huckenbeck und Gafurov – 11 Zähler auf ihrem Konto und dazu kamen für die Podestplätze noch Lambert und Wölbert mit jeweils 10 Punkten infrage. Zunächst trafen der Lette und der Brite aufeinander und tatsächlich konnte Puodzuks den Start wieder gewinnen und rundenlang die Führung verteidigen, aber in der letzten Kurve gelang Lambert das Kunststück außen herum noch zu überholen und damit sammelten beide 13 Punkte in der Gesamtwertung. Im letzten Lauf trafen dann Wölbert, Gafurov und Huckenbeck aufeinander und der Russe nutze die Chance mit einem gelungenen Start in Führung zu gehen und diese über die vier Runden zu verteidigen. Damit stand er als Osterpokalgewinner 2016 fest. Mit den zwei Punkten die Kai Huckenbeck für den zweiten Platz einfahren konnte, wurde ein Dreierstechen über den zweiten Platz in der Pokalwertung notwendig. In diesem Zusatzlauf machte der Deutsche alles klar und sicherte sich vor dem Briten Robert Lambert den zweiten Platz auf dem Podest.

Die guten äußeren Bedingungen hatten einen großen Anteil an der spannenden Entwicklung des Rennens und auch wenn die Bahn an einige Aktiven zum Saisonbeginn noch große Herausforderungen stellte, konnten die Besucher bei herrlichem Sonnenschein durchweg sehr schnelle Läufe beobachten.

Im kleinen Osterpokal siegte in der Klasse 250ccm der Däne Mads Hansen, der aufgrund seiner Überlegenheit auch einen Maschinenausfall kompensieren konnte und in der 85ccm-Klasse Norick Blödorn, der nur einen Zähler abgab.

Osterpokal in Güstrow:
1. Renat Gafurov (RUS) 14, 2. Kai Huckenbeck (D) 13+3, 3. Robert Lambert (GB) 13+2, 4. Kjastas Puodzuks (LET) 13+1, 5. Kevin Wölbert (D) 11, 6. Michael Härtel (Landshut) 9, 7. Tomasz Chrzanowski (PL) 9, 8. Zdenek Holub (CZ) 8, 9. Tobias Kroner (D) 8, 10. Christian Hefenbrock (D) 6, 11. Daniel Spiller (D) 5, 12. Tobias Busch (D) 5, 13. Hannes Gast (D), 12. Martin Steen Hansen (DK) 2, 15. Xavier Muratet (F) 1, 16. Dominik Möser (D) 1, 17. Jan Lukas Dittner (D) 0

Kleiner  Osterpokal 250 ccm: 1. Mads Hansen (DK) 9, 2. Kenneth Jürgensen (DK) 7, 3. Niels-Oliver Wessels (D) 7, 4. Ben Ernst (D) 1

Kleiner Osterpokal 85 ccm: 1. Norick Blödorn 11, 2. Leon Arnheim 9, 3. Pascal Peters 3, 4. Max-Wilhelm Kruth 1


Kevin Wölbert gewinnt mit Maximum in Ludwigslust

Nach anfänglich trübem Wetter am Morgen, bei auch nicht gerade einladenden Temperaturen, fand am vergangenen Samstag die Saisoneröffnung im Ludwigsluster Motodrom mit einem europa-offenen Speedwayrennen statt. Nachdem am Freitagabend noch 3 Fahrer absagen, konnte der Rennleiter Tobias Gävert noch den mehrfachen Teamweltmeister auf der Langbahn, Stephan Katt, verpflichten. Gleich vorneweg, die Tagessiege gingen alle an für Ludwigslust startende Fahrer. In der 85ccm Klasse konnte Leon Arnheim seinen so genannten Heimvorteil nutzen und mit Punktmaximum vor Bastian Borke und Noah Moos, beide aus Dänemark, gewinnen. In der 500 ccm Klasse war Kevin Wölbert nicht zu schlagen, auch er gewann mit Maximum vor Danny Maaßen, der nur einen Punkt abgab und Frederik Jakobsen (Dänemark), der auf 12 Punkte kam. Großes fahrerisches Können zeigte auch Simon Simonsen, der nach Startbandberührung 15 Meter vom Startband zurückgesetzt starten musste und dann in den 4 Runden noch einen 2.Platz erkämpfen konnte. Dieses wurde von den ca. 400 Zuschauern mit viel Applaus bedacht. Pech hatte auch Dominik Möser vom MC Lulu in Lauf 13 (vielleicht nicht seine Glückszahl) als er in Führung liegend vor der letzten Kurve Motorenprobleme bekam und so nur einen Punkt erschieben konnte. Wie sich dann herausstellte, hatte er kein Methanol mehr im Tank. Nach der Hälfte der Veranstaltung hatte dann auch die Sonne Zeit sich zu zeigen, welche allen Zuschauern willkommen war. Alles in allem war es ein spannender Renntag mit tollen Zuschauern und spannenden und unfallfreien Rennen. Viel Zuspruch fand auch der neue Versorgungsstand direkt bei den Zuschauern.

Foto: Wolfgang Radszuweit

Der MC Ludwiglust möchte sich bei allen Helfern und Sponsoren für die tatkräftige Unterstützung der Veranstaltung bedanken und lädt zu seiner nächsten Veranstaltung auf der Speedwaybahn am 21.Mai mit Quad- und Speedcardrennen ein.

Ergebnis:
1. Kevin Wölbert (Deutschland) - 15 (3,3,3,3,3)
2. Danny Maaßen (Deutschland) - 14 (3,3,3,3,2)
3. Fredrik Jakobsen (Dänemark) - 12 (2,3,1,3,3)
4. Jonas Jensen (Dänemark) - 10 (3,3,2,2,u)
5. Mathias Bartz (Deutschland) - 10 (2,2,3,2,1)
6. Lukas Fienhage (Deutschland) - 9 (1,1,2,2,3)
7. Dominik Möser (Deutschland) - 9 (3,2,1,1,2)
8. Richard Geyer (Deutschland) - 8 (1,0,3,1,3)
9. Stephan Katt (Deutschland) - 7 (2,1,1,3,0)
10. Martin Steen Hansen (Dänemark) - 7 (2,1,0,2,2)
11. Mark Helmhout (Niederlande) - 7 (1,2,2,1,1)
12. Simon Simonsen (Dänemark) - 5 (0,0,2,1,2)
13. Buddy Prijs (Niederlande) - 3 (0,2,0,0,1)
14. Siergiej Małyszew (Deutschland) - 3 (1,0,1,0,1)
15. Sjoerg Rozenberg (Niederlande) - 1 (0,1,0,0,0)



Antonio Lindbäck und Tobias Kroner gewinnen das „Hammer“ Auftakt Rennen in Wittstock

Das Schwedisch - Deutsche Team mit Antonio Lindbäck (S) und Tobias Kroner (D) gewinnt mit einer sehr überzeugenden Leistung das ersten Rennen der Saison 2016 vor Nicki Pedersen (DK) / Mathias Schultz (D) und Niels-Kristian Iversen (Dk) / Tobias Busch (D).


Siegerehrung in Wittstock c Thomas Klemm

Besser hätte es nicht laufen können, das war ein Auftakt nach Maß. Dieses erste Rennen der neuen Saison gab das wieder, was das Programmheft im Vorfeld schon versprach, nämlich Aktion pur.

Die weltbesten Speedway Fahrer zeigten den vielen Zuschauern und Fans, warum sie in der höchsten Liga dieses Sports fahren. Mit vielen Positionwechseln und hoher Geschwindigkeit wurde Speedway vom Feinsten geboten. Sehenswert die Zweikämpfe zwischen Sayfutdinov und Zmarzlik. Nicki Pedersen zeigte der Konkurrenz, dass er in Topform ist. Antonio Lindbäck, der Sieger im Paarrennen, fuhr das erste Mal auf der Wittstocker Speedway Bahn und war zuerst verblüfft über deren Länge, fand aber auf Anhieb eine perfekte Abstimmung für seine Maschine. Eine sehr starke Leistung zeigte von den deutschen Piloten Tobias Kroner, der mit tollen Starts und einer starken Performance im perfekten Paarfahren mit seinem Partner dem Schweden Antonio Lindbäck überzeugte und damit den sicheren Sieg erfuhr. Den zweiten Platz sicherte sich das Team Pedersen/Schultz, das erst im Stechen mit Pedersen gegen Iversen entschieden wurde.

Viele spanende Läufe gab es zusehen, in denen auch die deutschen Fahrer das eine der andere Mal ihr Können aufblitzen ließen. So lieferte sich Christian Hefenbrock, der nach seinem schweren Sturz bei der Deutschen Meisterschaft 2015 erstmals wieder auf ein Motorrad stieg, mit Nicki Pedersen einen starken Fight und auch Tobias Busch konnte einen Laufsieg einfahren.

Trotz der nicht sehr warmen Temperaturen harrten die Fans bis zum Ende der Veranstaltung aus. Bei der Fahrervorstellung wurde den Fans das neue Maskottchen des Clubs vorgestellt und Andi Feldmann alias Meister Röhrich brachte den vielen Zuschauern gute Stimmung.      

Thomas Klemm

1. Platz          Antonio Linbäck (S) / Tobias Kroner 30 Punkte
2. Platz          Nicki Pedersen (DK) / Mathias Schultz 23+3 Punkte
3. Platz          Niels Kristian Iversen (DK) / Tobias Busch 23+2 Punkte
4. Platz          Emil Sayfutdinov (RUS) / Christian Hefenbrock 22 Punkte
5. Platz          Bartosz Zmarzlik (PL) / Michael Härtel 21 Punkte
6. Platz          Andreas Jonsson (S) / Max Dilger 19 Punkte
7. Platz          Peter Kildemand (DK) / Martin Smolinski 19 Punkte
8 Platz           Matej Zagar (SLO) / Steven Mauer 11 Punkte