Pressemitteilungen der SVG
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07.10.2025
PM 60 / 2025 vom 7. Oktober 2025
Jubiläum in Olching – Goldenes Band zum 75. MSCO Geburtstag
Am 12. Oktober 1950 trafen sich die Olchinger, Gröbenzeller und Estinger ADAC´ler im Café Schiller und gründeten den Motorsportclub Olching. Für nur 50 Pfennig im Monat konnte man von da an ein „Gelb-blauer“ sein und viel Arbeit gab es „gratis“ obendrauf: Eine 400 Meter lange Aschenbahn wurde innerhalb von acht (!) Monaten entworfen, geschoben, geebnet und planiert. Alles, für das erste Speedwayrennen an der Amper – und wann? Selbstverständlich am Fronleichnamstag 1951, weil man damals schon wusste, dass haarige Duelle, Methanolgeruch und plärrende Motoren hervorragend zum Volksfest passen.
Stelldichein der Stars, am „MSCO-Geburtstag“!
„Hervorragend passend“ – wenn das nicht auf Speedway und Olching im Allgemeinen zutrifft! Die vielen internationalen Rennspektakel haben die Amperstadt im letzten Dreivierteljahrhundert bekannt gemacht. Also ist es keine Frage: Dem Jubiläum muss ein besonderes Rennen gewidmet werden! Und zufällig ist der 75. „MSCO-Geburtstag“ sogar noch ein Sonntag. Der Festtags-Rennsonntag eben, mit internationalen Stars, Seitenwagen-Rennen, Blasmusik, Böllerschützen und Hüpfburgen für die kleinen Motorsportfans.
Eigentlich müsste das Spektakel „Tag der Bänder“ heißen: Viele Rennfahrerlegenden haben ihr Kommen zur Interview-Show angekündigt und natürlich werden sie mit Ehrengastbändern ausgestattet. Die Startbänder sollen derweil eng getaktet hochschnellen und was gibt es zu gewinnen? Der Tagessieger bekommt das seit Jahren begehrte „Goldene Band“ – eine edle Schärpe – umgehängt. Möglicherweise wird es am Sonntagabend nach Frankreich mitgenommen. David Bellego wird jedenfalls wieder dabei sein, er hat heuer bereits das German Open-Rennen gewonnen. Und auch die beiden anderen Podest-Fahrer vom Juni starten wieder: Jakub Jamrog (Polen) und eben Martin Smolinski, der MSCO-Vorsitzende. Eine Revanche in gewisser Weise, denn die Frage ist offen: Sind die drei im Herbst genauso schnell, wie im Sommer?
Aus dem „Speedway-Land“ Dänemark hat sich Mads Hansen angemeldet. Aber auch der lettische Spitzenfahrer Jevgennijs Kostigovs zählt zu den Favoriten, wie Matic Ivacic (Slowenien) und Robert Chmiel (Polen). Aus Finnland kommt diesmal Tero Aarnio, wobei man auch dem Niederbayern Valentin Grobauer wünschen würde, dass er weit vorne landet.
Auf eine „bombige Stimmung“ hofft man beim MSCO und dafür könnte der „Bomber“ höchstpersönlich sorgen: Aus England hat Chris Harris seine Anreise angekündigt. Genauso, wie Oliver Berntzon aus Schweden – ein weiterer ehemaliger Grand Prix-Fahrer.
Mario Häusl darf nicht fehlen, in den letzten Wochen sorgte der MSCO-Youngster für Furore: Gar Weltklassefahrer aus dem WM-Fahrerfeld konnte der Emmeringer besiegen. Lokalmatadorin Patricia Erhart bekommt es derweil mit zwei weiteren Frauen zu tun, den beiden Weltmeisterinnen Hannah Grunwald (2025) und Celina Liebmann (2024).
Und das hat es lange nicht mehr gegeben: Zum ersten Mal seit über einem Jahrzehnt rollen in Olching wieder vier Seitenwagen-Gespanne an das Startband. Dabei sind auch die Europameister Markus Brandhofer und Markus Venus – viermal wird es daher besonders eng und prekär hergehen.
Erhard Wallenäffer
Eintrittspreise:
Sitzplatz 25 Euro
Stehplatz 20 Euro, ermäßigt 17 Euro, Kinder bis 12 Jahre nur 1 Euro
(Ermäßigung: Rentner, Studenten, Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren)
Tickets gibt es ausschließlich an der Tageskasse
Zeitplan:
Vormittag: Training 09:30 Uhr / Juniorenrennen ab 10:00 Uhr
Hauptevent: Fahrervorstellung 13:30 Uhr / Rennbeginn 14:00 Uhr
Speedway-Flutlichtrennen in Dohren
Der MSC Dohren lädt traditionell im Herbst zu seinem internationalen Rennen ein und schreibt dazu auf seiner Homepage:
„Bald ist es soweit: Das traditionelle Season Closing der Speedway-Saison in Dohren steht vor der Tür! Am Samstag, den 11. Oktober 2025, erwarten euch auf unserer Bahn wieder spannende Duelle unter Flutlicht, internationale Spitzenfahrer und eine einmalige Atmosphäre.“
Das Fahrerfeld:
Norick Blödorn D
Jewgeni Kostigows LE
Tom Brennan GB
Andzejs Lebedevs LET
Mikkel Andersen DK
Oliver Berntzon SWE
Bartosz Smektala PL
Francis Gusts LET
Vilads Nagel DK
Artem Laguta PL
Valentin Grobauer D
Timo Lahti SWE
Mika Meijer NL
Fredrik Lindgren SWE
Davis Bellego F
Kai Huckenbeck D
Ben Iken D
Lester Matthijssen NL
Zeitplan:
16:00 Uhr – Einlass
17:00 Uhr – Training
18:00 Uhr – Autogrammstunde
19:00 Uhr – Rennstart
Eintrittspreise (nur Abendkasse):
Erwachsene: 20 €
Ermäßigt: 10 €
Ermäßigungen gelten für: Kinder & Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren, Fans mit Behinderung, Schüler, Studenten und Azubis, Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt!
Pressemitteilung Team Germany Speedway
DEUTSCHES U21-TEAM GEWINNT SENSATIONELL DAS FIM SPEEDWAY OF NATIONS – SON2
Deutschland ist Weltmeister. In überragender Manier beherrschte die deutsche Auswahl von Teammanager Sascha Dörner das Rennen. Die Freude auf dem Podium war riesig, nachdem Deutschland allen Zweiflern trotzte und den ersten Speedway-Team-Weltmeistertitel in der Geschichte beim FIM Speedway of Nations – SON2 holte.
Blödorn und SON2-Debütant Mario Häusl bildeten die Stammbesetzung in der legendären Marian Rose Motoarena in Torun, Polen. Als Reservefahrerin stand Hannah Grunwald parat. Sie gewann bereits früher im Jahr die FIM Women`s Gold Trophy.
Geschichte wurde geschrieben
Deutschland errang mit 39 Punkten einen epischen Sieg und trotzte damit den traditionellen Speedwaynationen. Man verwies Dänemark (38) um einen Punkt auf Platz zwei, während Australien mit 37 Punkten die Bronzemedaille holte. Mit diesem Ergebnis endete Polens elfjährige Vorherrschaft bei der FIM Team Speedway U21-Weltmeisterschaft. Die Polen wurden Vierte und verpassten damit erst zum zweiten Mal in der 20-jährigen Geschichte des Wettbewerbs eine Medaille.
Die deutsche Mannschaft überraschte und begeisterte alle. Sie schrieb Geschichte, indem sie den ersten Mannschaftstitel für Deutschland gewann. Mit der Nummer drei des Teams, Hannah Grunwald, stellt man nun offiziell die erste weibliche Weltmeisterin des Sports.
Überglückliche Sieger
Obwohl Blödorn 24 von 28 möglichen Punkten holte, gab er zu, dass der berühmte Sieg seiner Mannschaft überraschend kam: „Ehrlich gesagt bin ich ziemlich überrascht. Die meisten Teams haben über unsere Aufstellung gelacht, aber wir haben etwas Besonderes geleistet. Mein Ziel war es, am Ende der Saison eine Medaille in der U21-Kategorie zu holen. In der SGP2 hat es nicht ganz geklappt, aber ich hätte nicht erwartet, dass es hier klappt. Ich nehme es auf jeden Fall an und bin total begeistert.“
„Es ist ziemlich unwirklich, denn niemand hat mit unserem Sieg gerechnet. Ich war sogar skeptisch, ob wir überhaupt in die Nähe einer Medaille kommen würden, daher ist diese Leistung einfach unglaublich,“ zeigte sich Blödorn überwältigt von seinen Emotionen.
Voll des Lobes sprach der Teamleader auch über den tollen Auftritt des 18-jährigen Mario Häusl, der in Torun 15 Punkte holte – und damit einen beachtlichen Beitrag zum Erfolg leistete. „In der zweiten Saisonhälfte hatte Mario einige der besten Meetings des Jahres. Er gewann das Goldene Band in Pardubice. Er hat seine Leistung einfach fortgesetzt,“ so Blödorn über seinen Teampartner.
Häusl freute sich, bei seinem SON2-Debüt Gold geholt zu haben: „Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Ich bin glücklich. Ich bin sprachlos. Es ist schön. Ich hatte keinen Druck, na ja, vielleicht ein bisschen. Es war ein harter Tag, aber wie Sascha immer sagt: ‚Kämpfe um jeden Punkt.‘ So machen wir das.“
Hannah Grunwald kam zwar als Reserve nicht zum Einsatz, war aber nichtsdestotrotz überwältigt von der Erfahrung, die sie auf dieser internationalen Bühne sammeln durfte: „Ich bin sehr glücklich, dass wir die SON2-Weltmeisterschaft gewonnen haben. Norick und Mario sind sehr schnell gefahren. Ich war sehr glücklich, hier zu sein.“
Sascha Dörner hofft auf Signalwirkung in Deutschland
„Es ist eine große Überraschung! Es war ein echter Thriller für uns. Wir sind froh, ganz oben zu stehen und hoffen, dass dies den jungen Fahrern in Deutschland viel Motivation gibt. Norick war großartig und Mario hat einen wirklich guten Job gemacht. Er hat um jeden Punkt gekämpft. Seine Punkte waren sehr wichtig für unseren Sieg. Wir werden weiterhin als Team zusammenarbeiten und hoffen, dass dies nicht unsere letzte Medaille ist.“
Ergebnis Speedway der Nationen2 Torun/Polen
1. Deutschland, 39 Punkte: Norick Blödorn 24, Mario Häusl 15, Hannah Grunwald dnr
2. Dänemark 38: Bastian Pedersen 4, Mikkel Andersen 21, Villads Nagel 13
3. Australien 37: Mitchell McDiarmid 19, Tate Zischke 18, James Pearson 0
4. Polen 35: Maksymilian Pawelczak 24, Damian Ratajczak 2, Antoni Kawczynski 9
5. Tschechien 31: Adam Bednar 27, Jan Jenicek 4, Jaroslav Vanicek 0
6. Schweden 28: Casper Henriksson 15, Rasmus Karlsson 7, Erik Persson 6
7. Großbritannien 26: Dan Thompson 23, Luke Harrison 3, Luke Killeen 0
8. Lettland 18: Nikita Kaulins 11, Artjoms Juhno 7, Damirs Filimonovs, 0
Text: Bernhard Härtinger, Presse Team Germany
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