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28.04.2026

PM 08 / 2026 vom 28. April 2026

FIM Speedway World Cup Semi 1 in Landshut
Auftakt zur Weltmeisterschaft – Deutsches Team will in Landshut begeistern

Das Halbfinale 1 des FIM Speedway World Cup 2026 lenkt die Blicke nach Landshut. Die deutsche Nationalmannschaft ist Gastgeber und will die heimischen Fans begeistern. Am 1. Mai, dem Tag der Arbeit in Deutschland, hat das Team um die beiden Manager Mathias Bartz und Sascha Dörner wahrlich ein hartes Stück Arbeit vor sich. „Mit der Unterstützung der Fans und einer in der Breite gut aufgestellten Mannschaft wollen wir den Sieg holen und uns für das Finale später im Jahr qualifizieren. Wir wollen das Ticket nach Warschau lösen und den Fans etwas bieten“, gibt Dörner das Ziel klar an. Mathias Bartz ergänzt: „Der Wunsch, sich für das Finale zu qualifizieren, ist nach wie vor absolut intakt.“

Neuer Austragungsmodus des Speedway World Cups
Das Format des alle drei Jahre stattfindenden Mannschaftswettbewerbs im Speedway erinnert an den Ursprung der Teamweltmeisterschaften. Er wird in diesem Jahr in drei Ländern ausgetragen und gipfelt im mit Spannung erwarteten SWC-Finale am 29. August im polnischen Nationalstadion in Warschau, das mit rund 50.000 Fans gefüllt sein wird. Das polnische Team, das 2023 im dramatischen Finale im Olympiastadion von Breslau die berühmte Ove-Fundin-Trophäe gewann, ist als Gastgeber direkt für das Finale gesetzt. Auch Australien, das sich durch den Sieg beim FIM Speedway of Nations 2025 in Torun qualifizierte, ist gesetzt. Die beiden verbleibenden Finalplätze werden an die Gewinner der Halbfinals 1 und 2 vergeben. Beim World Cup 2023 in Wroclaw gab das Format noch ein Race-Off vor, in das man sich auch als zweitplatzierte Mannschaft eines Halbfinals qualifizieren konnte. Im neu entworfenen Modus schafft es nur der Sieger aus den Semifinals direkt in das große Finale. Teammanager Dörner: „Es muss in unserer Mannschaft alles passen, aber das muss es bei unseren Gegnern auch erstmal. Wir haben eine starke Mannschaft und wir sind daheim. Das muss man auch an unserer Motivation und Körpersprache spüren.“
Das erste Halbfinale der Mannschaftsweltmeisterschaft findet am Freitag, den 1. Mai, in Landshut statt und eröffnet die WM – Saison 2026. Gastgeber Deutschland trifft dort auf die mehrfachen Weltmeister aus Großbritannien, sowie Tschechien und die Ukraine, die ihr Debüt in diesem Wettbewerb gibt.
Der letzte Finalplatz wird erst im August beim zweiten Halbfinale im lettischen Riga vergeben. Gastgeber Lettland trifft dann auf den viermaligen SWC-Sieger Dänemark und den dreimaligen Champion Schweden. Norwegen komplettiert das dortige Feld.

Die deutsche Mannschaft im Fokus
Durch den Überraschungscoup beim Speedway of Nations 2 in Torun im vergangenen Oktober mit dem Gewinn der Goldmedaille rutschte der deutsche Speedwaysport wieder mehr in den Fokus. Sensationell gewann man den Titel vor den arrivierten Speedwaynationen wie Dänemark, Australien oder Polen. Niemand setzte ernsthaft auf die junge deutsche Mannschaft und doch setzte man sich mit einem Punkt Vorsprung am Ende des Tages durch. Bereits ein Jahr zuvor ließen die deutschen Sportler ebenfalls aufhorchen, als man in Manchester die Sensation noch knapp verpasste und um den berühmten einen Punkt hinter Schweden auf Platz vier landete. Die Mannschaft setzte in den letzten Jahren also mehrere Ausrufezeichen und kann auf diesem Niveau abliefern. Ein Sieg in Landshut würde diese Entwicklung fortsetzen.
Kai Huckenbeck (roter Helm) in Führung © Noah Naujokat

Der deutsche Kader – Erfahrung als Erfolgsrezept
Blickt man auf den Kern des Teams, darf man sich berechtigte Hoffnungen machen. Kai Huckenbeck und Norick Blödorn bildeten in Manchester 2024 als auch in Torun 2025 die Stammbesetzung. Beide zählen nach wie vor zu den Leistungsträgern und müssen ihre Leistung abrufen. Junge, aufstrebende Fahrer wie Mario Häusl, aber auch die arrivierten Kevin Wölbert, Erik Riss und Valentin Grobauer stehen im erweiterten Kader. Hinzu kommen Janek Konzack, Ben Iken, Lars Skupien und Hannah Grunwald. Die finale, fünfköpfige Besetzung wird erst wenige Tage vor dem Rennen durch die Manager benannt und durch den Weltverband FIM verkündet. Das Management sieht im Austragungsort Landshut einen weiteren Grund, um angriffslustig in das Rennen zu gehen. „Den Heimvorteil in Landshut wollen wir bestmöglich nutzen. Alle Fahrer kennen die Bahn sehr gut. Quasi alle sind oder waren beim dortigen Verein unter Vertrag und haben unzählige Runden gedreht. Mit unseren Fans im Rücken haben wir zusätzliche Unterstützung, die uns tragen kann.“
Für das Team wurden nominiert: Kai Huckenbeck, Norick Blödorn, Kevin Wölbert, Mario Häusl und Lars Skupien.
Die Gegner unter der Lupe
Im deutschen Lager blickt man sicherlich realistisch auf die anderen Nationen. Großbritannien wird die Latte zweifelsohne sehr hoch legen, liest man in deren Aufgebot Namen wie Daniel Bewley oder Robert Lambert, die beide zur absoluten Weltspitze zählen. Tschechien führt Jan Kvech und Vaclav Milik in der Aufstellung, genauso wie Adam Bednar, eines der größten Talente im internationalen Vergleich. Die Ukraine hat mit Nazar Parnitskyi den amtierenden Weltmeister im U21-Bereich in ihren Reihen.
Teammanager Bartz blickt voraus: „Wir gehen mit Zuversicht in das Halbfinale, wissen aber auch, dass wir nicht als Favorit an den Start gehen. Wichtig wird sein, dass wir uns auf uns selbst konzentrieren, unsere Punkte holen und uns keine Fehler oder Ausfälle leisten. In diesem Feld wird nichts verziehen. Wir dürfen keinen Gegner unterschätzen. Wenn wir geschlossen auftreten und unser Potenzial abrufen, können wir uns sehr gut präsentieren – und dann ist auch die Chance auf den Finaleinzug definitiv da.“
Text: Bernhard Härtinger

FIM Speedway World Cup 2026 – Modus:
1. Halbfinale – Landshut, 1. Mai: Deutschland, Tschechien, Großbritannien, Ukraine
2. Halbfinale – Riga, 7. August: Lettland, Dänemark, Norwegen, Schweden.
Finale – Warschau, 29. August: Polen, Australien, Sieger Halbfinale 1 und 2

Die Teams : für das Halbfinale am 1. Mai in Landshut – Start 19:00 Uhr
ROT – Großbritannien
1. Dan Bewley
2. Robert Lambert ©
3. Tom Brennan
4. Leon Flint
5. Will Cairns
Team Manager: Oliver Allen

BLAU – Tschechische Republik
1. Adam Bubba Bednar
2. Daniel Klima
3. Vaclav Milik
4. Adam Nejezchleba
5. Jan Kvech ©
Team Manager: Zdenek Schneiderwind

WEIß – Urkaine
1. Stanislav Melnychuk
2. Andrii Rozaliuk
3. Roman Kapustin
4. Nazar Parnitskyi
5. Marko Levishyn ©
Team Manager: Sergii Golovnia

GELB – Deutschland
1. Norick Blodorn
2. Mario Häusl
3. Kevin Wölbert
4. Lars Skupien
5. Kai Huckenbeck ©
Team Manager: Mathias Bartz / Sascha Dörner





Saisonstart auf dem Holsteinring
Speedway: Internationale Klasse am Maifeiertag in Brokstedt

Brokstedt. Auch in diesem Jahr beginnt die Motorsportsaison in Schleswig-Holstein am 1. Mai in Brokstedt. Traditionell lädt der MSC Brokstedt e.V. im ADAC zu geballter Action und perfekter Unterhaltung. In diesem Jahr präsentieren die Verantwortlichen des Speedway-Clubs aus dem Kreis Steinburg ein internationales Fahrerfeld mit 16 Akteuren aus vier Nationen. In 20 Läufen geht es dann im Modus „jeder gegen jeden“ im schnellen Drift um die Bahn. Am Ende kann sich der Sieger über den „3. Flensburger Pilsener Cup“ freuen. „Ein internationales Rennen stellt für uns immer eine große Herausforderung dar“, so Michael Schubert, Vorsitzender in Brokstedt. „Bereits zu Beginn des Jahres haben wir die ersten Sportler kontaktiert um diese dann in unser Starterfeld einzubauen.“ Wichtig sei es dabei ein ausgeglichenes Feld zu aktivieren um ein möglichst spannendes Rennen bieten zu können. Schubert: „Unser Anspruch ist es dabei immer Veranstaltungen auf einem entsprechend hohen Niveau zu präsentieren.“ Die Geschichte des 1983 gegründeten Motorsportclubs aus Brokstedt hat gezeigt, dass dieser Anspruch stets erfüllt wurde. Neben acht deutschen Akteuren konnte der MSC zwei polnische Speedwayfahrer sowie fünf Stahlschuhartisten aus Dänemark, darunter der amtierende Grasbahn-Europameister Kenneth Kruse Hansen, und mit Tero Aarnio einen Bahnsportspezialisten aus Finnland für das Rennen am 1. Mai gewinnen. „Wir erwarten ein wirklich spannendes und ausgeglichenes Rennen, welches auf den ersten Blick keinen ausgemachten Favoriten birgt.“

 SVG PM 08-2026.pdf


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