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02.10.2017

Emsland Speedwayteam triumphiert in Neuenknick

Die knapp 1000 Motorsportfans, die zum vorletzten Lauf des STC nach Neuenknick gekommen waren, erlebten einen spannenden Renntag bei Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen. „Dabei war bis in die frühen Morgenstunden nicht klar, ob hier überhaupt etwas stattfinden kann“, sagte SC Chef Mario Hauke bei der Fahrervorstellung. „Wir haben nach den gestrigen starken Regenfällen bis um Mitternacht und dann wieder frühmorgens bis kurz vor Trainingsbeginn rund 70 000 Liter Wasser von der Bahn abgepumpt“.
Die Rennen der Junior B Speedwayfahrer mit ihren 125ccm-Maschinen wurden bereits am Vormittag ausgefahren. Dabei ging es um letzte entscheidende Punkte für die Norddeutsche Bahnmeisterschaft 2017. Insgesamt fuhren in dieser Klasse 10 Fahrer an das Startband. Die ersten vier Plätze mussten infolge von Punktegleichständen durch Stechen ermittelt werden. Der gesamten Konkurrenz aber fuhr der erst 13jährige Schüler Tom Finger aus Bad Zwischenahn, ein vielversprechendes Talent des MSC Moorwinkelsdamm, davon.
Sehenswert waren auch die Läufe der Speedkarts, deren Maschinen (zumeist getunte Farbrikmotoren Japanischer Motorradhersteller) bis zu 100 PS entwickeln. Vor allem Julian Fischer und Max Lawrentz lieferten sich sehenswerte Kämpfe, manchmal so hartnäckig, dass beide bei einer Kollision nach Durchfahren des Innenfeldes disqualifiziert wurden.
Der Lauf der Speedway-Team-Cup-Rennserie 2017 auf der Rennstrecke des SC Neuenknick brachte dann alles mit an Dramatik, Aktion und Nervenkitzel, was den Speedwaysport für Motorsportfreude so attraktiv macht. Auf der 360 m langen Rennstrecke standen sich die Speedwayteams „Hexen“ vom SC Neuenknick sowie die „Drifters“ der MSV Herxheim, die „Black Forest Eagles“ vom MSC Berghaupten und das „Emsland Speedwayteam“ vom MSC Dohren gegenüber.
Im ersten Lauf, den die 250er Team Cup Piloten bestritten, schlug Maximilian Pongratz infolge eines "Cowboystarts“ rücklings auf die Bahn auf und musste nach einer Schulterprellung von den Ärzten behandelt werden. Berghauptens Maximilian Pongratz hätte mehr Punkte für seinen Verein herausfahren können. Er wirkte übermotiviert und so endete auch der Lauf 9 für ihn mit einem Überschlag seiner Maschine schon an der Startlinie. In der 250ccm Klasse beeindruckte besonders die Mühldorferin Celina Liebmann (Bayernmeisterin / Deutsche Jugend Bahnsportmeisterin). Die erst 15jährige trug mit zwei Laufsiegen und 9 couragiert erkämpften Laufpunkten zur guten Platzierung ihrer Herxheim Drifters bei.
Mit dem Bayern Michael Härtel, einem Langbahn Grand-Prix erfahrenen U 21 Piloten und Vizeweltmeister der Langbahn-WM 2017 hatte der SC einen der stärksten inzwischen auch international erfahrenen Talente des Speedwaysports nachnominiert. Härtel zeige sich in all seinen Läufen in Bestform und ging vor allem in den entscheidenden Läufen ein hohes Risiko, wenn sich ihm im dahin jagenden Pulk der Mitkonkurrenten auch nur ein schmales Türchen zu Spitze hin öffnete.
Besonders Härtels Duelle mit Max Dilger waren absolut sehenswert. Beispielsweise der Lauf 8, bei dem sich Härtel knapp vor dem Zieleinlauf, in einem tollkühnen Manöver nur wenige Meter vor dem Zielstrich vor dem führenden Dilger setzte. Beim Rad an Rad Duell mit Max Dilger aus dem Start heraus (Lauf 11) bis auf die Gerade, wich Härtel um keinen Deut zurück. Dilger musste schließlich aus dem Sattel, als er Mitte der Grade zu dicht an die Airfences geriet.
Eine Klasse für sich war auch der Werlter Kai Huckenbeck vom Emsland Speedway-Team, der, wie Härtel insgesamt 13 Laufpunkte für sein Team einfuhr. Der zweifachen Deutschen Speedwayeinzelmeister, dessen Erfolgsrezept vor allem in seinen blitzartigen Starts und seinem rasanten Topspeed-Fahrstil lag, schloss alle seine Läufe mit Höchstpunktzahl ab und musste sich nur im furiosen Finallauf A seinen beiden härtesten Konkurrenten Michael Härtel und Max Dilger geschlagen geben.
Der erfahrene Herxheim Drifters Kapitän René Deddens zeigte sich am Ende des Rennens zerknirscht. Auf die Frage, woran es gelegen hat, dass er heute mit der Bahn nicht zurechtkam, meinte er „es ist mir ein Rätsel, ich kann weder meiner Maschine oder meinen Mechanikern die Schuld zuschieben, ich werde sie bei mir suchen müssen“. Enttäuschung und Hochgefühl an diesem Renntag in Neuenknick wie so oft beim Motorsport dicht beieinander. Das scheidende Deutsche Speedway-Ass Tobias Kroner (Ex-Deutscher Meister, mehrfacher Deutscher Mannschaftsmeister, Vize Paar Europameister) nahm für sein Gewinnerteam Dohren den Pokal entgegen und bedankte sich beim SC Neuenknick unter dem Jubel seiner Fans auf den Rängen für die Unterstützung durch den Club und für den Zuspruch den er vom Neuenknicker Publikum erfahren hat.
Kroner, der seit mehr als zehn Jahren zu den stärksten deutschen Speedway-Athleten zählt und als Profifahrer für Clubs im In- und Ausland fuhr, zeigte sich mit einem starken Auftritt in Neuenknick noch einmal von seiner stärksten Seite.
André Lindhorst
Pressesprecher SC Neuenknick
Ergebnis und Tablle



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