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21.07.2025

PM 42 / 2025 vom 21. Juli 2025

2. Bundesliga: Inn-Isar-Racing-Team gewinnt in Olching
Martin Smolinski holt im letzten Lauf 2. Platz für die Heimmannschaft



„Das Märchen geht weiter – jetzt hat unser Team sogar reelle Titelchancen“, verkündeten die Presseleute vom Inn Isar-Racingteam am Sonntagabend. Da wusste man: Das musste mit einem großen Erfolg zusammenhängen. Ganz recht – den Inn Isar-Racern gelang in Olching, beim Rennen der 2. Speedway-Bundesliga, tatsächlich der Sieg. Eigentlich wäre gerne Martin Smolinki mit seiner Crew vom MSC Olching ganz oben auf dem Podium gestanden – aber am Ende freuten sich „Smoli“ und Co. auch über den zweiten Platz: „Wir haben am Ende stark aufgeholt und können uns über das Ergebnis wirklich sehr freuen“, stellte Smolinski klar.

Kult-Ansager Georg Smolinski frohlockte gar nach Lauf 15: „Einen bayerischen Jodler brauch ma!“ Dann kam er auch – der Jodler – direkt von Smolinski-Senior gekonnt über das Mikrofon zelebriert. Warum die Freude aus ihm so herausbrach: Der MSCO-Drifterin Patricia Erhart gelang es spektakulär, einen Laufsieg zu erkämpfen. Und in der Tat wirkte Erharts Highlight-Fahrt für die Blau-gelben wie ein Befreiungsschlag. Vorher kamen die Olchinger nämlich zäh in die Wettfahrten, wie auch Martin Smolinski bestätigte: „Wir haben schlecht angefangen und auch ich war nicht zufrieden mit mir. Ich hätte vielleicht doch beim Training mitmachen sollen – aber als Vorstand musste ich am Vormittag einiges organisieren.“

So startete der MSCO-Vorsitzende mit drei zweiten Plätzen in das Meeting und erklärte das so: „Ich bin zwischendurch sogar auf das andere Moped gestiegen, das hat aber auch nicht gescheit funktioniert. Dann bin ich wieder zurück auf das Einser-Moped und habe nochmal was umgebaut. Damit haben wir dann das gewisse Etwas herausgekitzelt. Dann hätten alle gemerkt: „Der alte Mann ist wieder da“, ergänzte Smolinski schmunzelnd.
Patricia Erharts Laufsieg war also – wenn man so will – die Initialzündung zur MSCO-Aufholjagd. Vorher betrug der Rückstand zu den „Fightern“ vom MSC Cloppenburg schon einmal fünf Punkte. Die Inn Isar-Racer waren da schon gar nicht mehr in Reichweite, das stachelte auch Smolinski an: „Meinen letzten Vorlauf konnte ich schon gewinnen und im Lauf der Tagesbesten musste ich dann von ganz innen zum Material hinaus, auf dem man gut Schub bekam.“ Dorthin katapultierte sich der Olchinger Teamkapitän atemberaubend, aber das habe sich ausgezahlt: „Als ich an der Wand war, tauchten alle drei Gegner neben mir auf, da ist es kurz eng geworden. Man hat mich wohl hinter der Bande gar nicht mehr gesehen, aber ich konnte an der Außenkante gut durchgehen.“

Vor diesen haarigen Szenen stand es zwischen Olching und Cloppenburg 31-31, also war Smolinskis Dreier im finalen Lauf entscheidend dafür, dass der zweite Platz noch erobert werden konnte. Derweil ständig abgeschlagen, kämpften sich die Diedenbergener DMV White Tigers durch den Renntag. Einzig der Allgäuer Sandro Wassermann scorte stark und holte allein elf der 17 „Tiger-Punkte“.
Wiederum bei den Olchingern lobte Smolinski die Teamleistung: „Den Ausfall von Carlos Gennerich konnte Andre Damian top kompensieren, Patricia hatte diesen geilen Laufsieg und auch Patrick Hyjek war mit zwei Dreiern stark unterwegs.“ Hierbei stach Hyjek im 19. Lauf besonders spektakulär zwischen Lukas Fienhage und Magnus Rau durch. Von zwei „super Motorsporttagen“ sprach Marin Smolinski abschließend, weil schon am Samstag die Junioren-Drifter, beim ADAC Bahnsport-Bayerncup-Renntag, um die Olchinger Piste jagten. Hier siegten die Talente des MSC Abensberg vor den jungen Rennfahrern der MSV Herxheim und vom MSC Olching.
Erhard Wallenäffer

Stand nach dem 4. Von 5 Läufen

Tabelle
Platz Team Rennen Laufpunkte Matchpunkte
1. Inn Isar Racing Team 4 145 9
2. MSC Cloppenburg Fighters 3 118 7
3. MSC Olching 3 110 6
4. Teterower Hechte 3 71 2
5. White Tigers Diedenbergen 3 35 0



2.Speedway Bundesliga am 20. Juli in Olching

MSC Olching
Inn Isar Racing Team
1
2
3
4
17
21
TM Martin Smolinksi
Patrick Hyjek
Patricia Erhart
André Damian


Tanja Schön 12
10
6
6 5
6
7
8
18
22
TM Lars Skupien
Mika Frehse
Lukas Wegner
Levi Böhme
Celina Liebmann

Sylvia Liebmann 10
4
7
15
2.Platz 2 MP 34 1.Platz 3 MP 36


DMV White Tigers Diedenbergen
MSC Cloppenburg Fighters
9
10
11
12
19
23
TM Sandro Wassermann
Dustin Schultz
Magnus Rau
Mike Jarczewski


Christian Endrich 11
0
3
3 13
14
15
16
20
24
TM Lukas Fienhage
Jonny Wynant
Janek Konzack
Thies Schweer
Carl Wynant

Selina Schumacher 8
9
10
6
4.Platz 0 MP 17 3.Platz 1 MP 33




Grund zum Jubeln
– In einem spektakulären Rennen besiegen die Trans MF Landshut Devils Pronergy Polonia Pila deutlich mit 51:39
Devils kämpften um jeden Punkt

Das war ein Rennabend, der die Herzen der 2.500 Speedwayfans im Stadion höher schlagen ließ – ein Gastgeber, der von Anfang an deutlich machte, daß er sich die Butter nicht vom Brot nehmen lassen würde, ein kämpferisch eingestellter Gast, den Viele sicherlich in der Favoritenrolle sahen, packende Rennen auf einer bestens präparierten Bahn, und ein deutlicher und umjubelter Sieg für die Devils.

Daß die Stahlschuhartisten der Trans MF Landshut Devils sich für das Flutlichtrennen am Samstag nichts anderes als einen weiteren Heimsieg auf die Fahnen geschrieben hatten, wurde relativ rasch klar. Schon im Auftaktheat ging es gut zur Sache, Kevin Wölbert konnte das Duell gegen Wiktor Jasinski letztlich für sich entscheiden und fuhr als erster über die Zielline, während sein Teamkollege Kevin Juhl Pedersen Adrian Cyfer in Schach halten konnte. Im Lauf der Junioren glich Pila dieses erste 4:2 sofort aus, wobei es Mario Häusl noch gelang, sich zwischen Piotr Piotrowski-Predki und Jakob Zurek zu schieben und somit eine Führung des Gegners zu verhindern. Ab Heat drei dann waren die Devils in Führung und gaben diese auch nicht mehr ab, ja bauten sie bis Heat 11 bis zu vierzehn Punkte aus. Das erste 5:1 holte Kim Nilsson nach gelungenem Start mit großem Vorsprung, vor Charles Wright, Norbert Kosciuch und Jonas Seifert-Salk. Mehr als eine Schrecksekunde gab es dann im vierten Durchgang, als Valentin Grobauer zum Angriff auf Krzysztof Sadurski ansetzte, dabei aber in der Zielkurve in die Bande einschlug. Der nach ihm fahrende Jakub Zurek kam ebenfalls noch zu Sturz. Zurek konnte letztlich zu Fuß wieder ins Fahrerlager zurückkehren, Grobauer zunächst im Krankenwagen; glücklicherweise folgte aber bald die Information, daß er von einer schlimmeren Verletzung verschont geblieben war. Den Wiederholungslauf gewannen die Gäste mit 2:4, doch dann waren erst einmal wieder die Devils dran. Bis zu Heat 11 gab es je zwei weitere 5:1 und 4:2 für die Gastgeber, die restlichen Läufe endeten unentschieden, wobei es meist die Devils waren, die die Ziellinie als erste überfuhren. Eine absolute Sternstunde hatte Mario Häusl gemeinsam mit Kevin Wölbert in Heat sieben, als es diesen gelang, den angreifenden Jonas Seifert-Salk auszubremsen und einen sicheren Sieg einzufahren. Noch einmal konnten die Gäste aus Pila ihren Rückstand kurz durch ein 1:5 von Wiktor Jasinski und Piotr Piotrowski-Predki gegen Marlon Hegener – Kevin Juhl Pedersen war gestürzt und zum Rerun nicht mehr zugelassen – verkürzen, doch am Ende machten die Devils den Sack souverän zu und gewannen mit 51:39 deutlicher, als es so manch einer gegen den starken Gegner Pronergy Polonia Pila erwartet haben wird.

„Das war wirklich spitze, was unsere Jungs heute hier gezeigt haben, alle Achtung. Sie haben zu keinem Zeitpunkt das Rennen aus der Hand gegeben, kamen immer wieder zurück und haben sichtbar für jeden Punkt gekämpft, was das Zeug hielt“, so der Erste Vorsitzende Gerald Simbeck nach dem Siegesjubel. „Wir hatten eine tolle Stimmung im Team, eine tolle Stimmung im Stadion, und das Ergebnis hilft uns natürlich enorm auf dem Weg in die Play-Offs. Mit so einer Einstellung wie heute können wir am kommenden Sonntag auch mit hoch erhobenem Haupt ins Rennen gegen das Topteam aus Gdansk gehen.“
Das nächste Heimrennen gegen die Mannschaft von der Ostseeküste, die ein heißer Aufstiegsanwärter ist, steht bereits am kommenden Sonntag, 27. Juli, um 18 Uhr an. Wybrzeze Gdansk konnte bisher acht von neun Rennen in dieser Saison gewinnen.
Text: Claudia Patzak

 SVG PM 42-2025.pdf


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