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21.07.2025
Grund zum Jubeln
– In einem spektakulären Rennen besiegen die Trans MF Landshut Devils Pronergy Polonia Pila deutlich mit 51:39
Devils kämpften um jeden Punkt
Das war ein Rennabend, der die Herzen der 2.500 Speedwayfans im Stadion höher schlagen ließ – ein Gastgeber, der von Anfang an deutlich machte, daß er sich die Butter nicht vom Brot nehmen lassen würde, ein kämpferisch eingestellter Gast, den Viele sicherlich in der Favoritenrolle sahen, packende Rennen auf einer bestens präparierten Bahn, und ein deutlicher und umjubelter Sieg für die Devils.
Daß die Stahlschuhartisten der Trans MF Landshut Devils sich für das Flutlichtrennen am Samstag nichts anderes als einen weiteren Heimsieg auf die Fahnen geschrieben hatten, wurde relativ rasch klar. Schon im Auftaktheat ging es gut zur Sache, Kevin Wölbert konnte das Duell gegen Wiktor Jasinski letztlich für sich entscheiden und fuhr als erster über die Zielline, während sein Teamkollege Kevin Juhl Pedersen Adrian Cyfer in Schach halten konnte. Im Lauf der Junioren glich Pila dieses erste 4:2 sofort aus, wobei es Mario Häusl noch gelang, sich zwischen Piotr Piotrowski-Predki und Jakob Zurek zu schieben und somit eine Führung des Gegners zu verhindern. Ab Heat drei dann waren die Devils in Führung und gaben diese auch nicht mehr ab, ja bauten sie bis Heat 11 bis zu vierzehn Punkte aus. Das erste 5:1 holte Kim Nilsson nach gelungenem Start mit großem Vorsprung, vor Charles Wright, Norbert Kosciuch und Jonas Seifert-Salk. Mehr als eine Schrecksekunde gab es dann im vierten Durchgang, als Valentin Grobauer zum Angriff auf Krzysztof Sadurski ansetzte, dabei aber in der Zielkurve in die Bande einschlug. Der nach ihm fahrende Jakub Zurek kam ebenfalls noch zu Sturz. Zurek konnte letztlich zu Fuß wieder ins Fahrerlager zurückkehren, Grobauer zunächst im Krankenwagen; glücklicherweise folgte aber bald die Information, daß er von einer schlimmeren Verletzung verschont geblieben war. Den Wiederholungslauf gewannen die Gäste mit 2:4, doch dann waren erst einmal wieder die Devils dran. Bis zu Heat 11 gab es je zwei weitere 5:1 und 4:2 für die Gastgeber, die restlichen Läufe endeten unentschieden, wobei es meist die Devils waren, die die Ziellinie als erste überfuhren. Eine absolute Sternstunde hatte Mario Häusl gemeinsam mit Kevin Wölbert in Heat sieben, als es diesen gelang, den angreifenden Jonas Seifert-Salk auszubremsen und einen sicheren Sieg einzufahren. Noch einmal konnten die Gäste aus Pila ihren Rückstand kurz durch ein 1:5 von Wiktor Jasinski und Piotr Piotrowski-Predki gegen Marlon Hegener – Kevin Juhl Pedersen war gestürzt und zum Rerun nicht mehr zugelassen – verkürzen, doch am Ende machten die Devils den Sack souverän zu und gewannen mit 51:39 deutlicher, als es so manch einer gegen den starken Gegner Pronergy Polonia Pila erwartet haben wird.
„Das war wirklich spitze, was unsere Jungs heute hier gezeigt haben, alle Achtung. Sie haben zu keinem Zeitpunkt das Rennen aus der Hand gegeben, kamen immer wieder zurück und haben sichtbar für jeden Punkt gekämpft, was das Zeug hielt“, so der Erste Vorsitzende Gerald Simbeck nach dem Siegesjubel. „Wir hatten eine tolle Stimmung im Team, eine tolle Stimmung im Stadion, und das Ergebnis hilft uns natürlich enorm auf dem Weg in die Play-Offs. Mit so einer Einstellung wie heute können wir am kommenden Sonntag auch mit hoch erhobenem Haupt ins Rennen gegen das Topteam aus Gdansk gehen.“
Das nächste Heimrennen gegen die Mannschaft von der Ostseeküste, die ein heißer Aufstiegsanwärter ist, steht bereits am kommenden Sonntag, 27. Juli, um 18 Uhr an. Wybrzeze Gdansk konnte bisher acht von neun Rennen in dieser Saison gewinnen.
Text: Claudia Patzak
Das Ergebnis im Einzelnen
Trans MF Landshut Devils - 51
9 – Kevin Wölbert: 3, 2*, 3, 2*, 1 – 11+2
10 – Valentin Grobauer: ex
11 – Kevin Juhl Pedersen: 1, 1, 1, ex, 2 – 5
12 – Charles Wright : 2*, 3, 3, 3, 1 – 12+1
13 – Kim Nilsson: 3, 3, 2, 2, 3 – 13
14 – Mario Häusl: 2, 2, 3, 1*, 1 – 9+1
15 – Marlon Hegener: 0, 0, 0, 1 – 1
Pronergy Polonia Pila - 39
1 – Adrian Cyfer: 0, 1*, 0 – 1+1
2 – Norbert Kosciuch: 1, 2, 1*, ex – 4+1
3 – Wiktor Jasinksi: 2, 2, 3, 3, ex, 2 - 12
4 – Krzysztof Sadurski: 3, 0, 0 – 3
5 - Jonas Seifert-Salk: 0, 1, 3, 0 – 4
6 – Jakob Zurek: 3, 1, ex – 4
7 – Piotr Piotrowski-Predki: 1, 0, 2* - 3+1
8 – Villads Nagel: 2, 2, 1, 3 - 8
H1: Wölbert, Jasinski, Juhl Pedersen, Cyfer – 4:2
H2: Zurek, Häusl, Piotrowski-Predki, Hegener – 2:4 (6:6)
H3: Nilsson, Wright, Kosciuch, Seifert-Salk – 5:1 (11:7)
H4: Sadurski, Häusl, Zurek – 2:4 (13:11)
H5: Wright, Jasinski, Juhl Pedersen, Sadurski – 4:2 (17:13)
H6: Nilsson, Kosciuch, Cyfer, Hegener – 3:3 (20:16)
H7: Häusl, Wölbert, Seifert-Salk, Piotrowski-Predki – 5:1 (25:17)
H8: Jasinski, Nilsson, Häusl, Sadurski – 3:3 (28:20)
H9: Wölbert, Nagel, Kosciuch, Hegener – 3:3 (31:23)
H10: Wright, Nagel, Juhl Pedersen – 4:2 (35:25)
H11: Wright, Wölbert, Nagel, Cyfer – 5:1 (40:26)
H12: Jasinski, Piotrowski-Predki, Hegener – 1:5 (41:31)
H13: Seifert-Salk, Nilsson, Häusl – 3:3 (44:34)
H14: Nagel, Juhl Pedersen, Wölbert – 3:3 (47:37)
H15: Nilsson, Jasinski, Wright, Seifert-Salk – 4:2 (51:39)
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